Die Deutsche Bank investiert zum zweiten mal als Ankerinvestor in den Mezzanine- und Mittelstands-Fonds von M Cap Finance. Investitionsgröße: 50 Millionen.

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15.08.19
Finanzierungen

Deutsche Bank investiert erneut in Mittelstandsfonds M Cap Finance

Mit 50 Millionen Euro steigt die Deutsche Bank bei dem Mezzanine-Mittelstandsfonds von M Cap Finance ein. Damit ist die Bank bereits zum zweiten Mal als Ankerinvestor bei einem M Cap-Fonds dabei.

Die Deutsche Bank steckt 50 Millionen Euro in die dritte Auflage des Mezzanine- und Eigenkapital-Mittelstandsfonds der Frankfurter Managementgesellschaft M Cap Finance. Der Gesamtumfang des Fonds zum First Closing im Juli dieses Jahres liegt bei über 100 Millionen Euro. Es sei geplant, den Fonds über weitere Investoren auf bis zu 250 Millionen Euro aufzustocken, heißt es in einer Mitteilung der beiden Häuser.

In den Fonds investieren neben der Deutschen Bank laut M Cap Finance-Geschäftsführer Lars Gehlhaar insbesondere Family Offices und Versicherungen, die zum Teil auch schon bei dem Fonds der zweiten Generation mit an Bord waren. Konkrete Namen sind aber nicht bekannt.

Mit dem Fonds will M Cap wieder branchenübergreifend den gesamten deutschen Mittelstand ansprechen. Die aufnehmenden Unternehmen sollten über etablierte Geschäftsmodelle verfügen und einen Firmenumsatz von in etwa 20 bis 500 Millionen Euro haben, erklärte Gehlhaar auf FINANCE-Nachfrage. Der Fonds investiert auf Basis von langfristigen eigenkapitalnahen Genussrechten, aber auch in Form von Minderheitsbeteiligungen.

M Cap Finance: Tickets zwischen 2 bis 15 Millionen Euro

M Cap Finance verfolgt mit dem neuen Mittelstands-Fonds dieselbe Strategie wie bei dem vorherigen Fonds: Bei einer avisierten Größe des Gesamtfonds von 250 Millionen Euro sollen die Ticketgrößen für Einzelinvestitionen zwischen 2 und 15 Millionen Euro liegen, so Gehlhaar.

Auch an dem Vorgängerfonds aus dem Jahr 2010 war die Deutsche Bank als Ankerinvestor beteiligt, allerdings mit einem doppelt so hohen Engagement, das bei 100 Millionen Euro lag. Damals stieg die Deutsche Bank in einer Zeit ein, in der der Mezzanine-Hype der 2000er-Jahre verflogen war und sich die deutsche Wirtschaft noch von der Finanzkrise 2008 erholte.

Eine Minderheitsbeteiligung, die von dem sonst eher verschwiegenen Fonds bekannt wurde, war der mittelständische Logistiker LGI. Diesen hatte M Cap neben der Beteiligungsgesellschaft des Unternehmers Kajo Neukirchen im Jahr 2011 vom schwäbischen Spediteur Willi Betz erworben.

Deutsche Bank setzt weiterhin auf Mezzanine

Das Motiv für das erneute Engamenent der Deutschen Bank in den Fonds erläutert Stefan Bender, Leiter Firmenkundengeschäft Deutschland: „Wir ergänzen mit der Kooperation unser Angebot im Bereich Corporate Finance für den Mittelstand.“ Mit der Investition in den Fonds ermögliche die Bank ihren Kunden einen weiteren Zugang zu Mezzanine- und Eigenkapitallösungen.

Gegründet wurde die auf Eigenkapital und Mezzanine-Kapital spezialisierte Managementgesellschaft M Cap Finance bereits 2004 von dem ehemaligen KPMG-Corporate-Finance-Spezialisten Frank Golland sowie von Dietmar Westermann, einem ehemaligen Investmentbanker von Merrill Lynch in Frankfurt.

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