Der Schutzschirm für Warenkreditversicherer soll offenbar verlängert werden.

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20.10.20
Finanzierungen

Schutzschirm für Warenkreditversicherer soll verlängert werden

Der Schutzschirm für Warenkreditversicherer könnte bald in die Verlängerung gehen. Eine drohende Pleitewelle im Mittelstand dürfte damit abgewendet werden.

Gute Nachrichten für den Mittelstand: Der Schutzschirm für Kreditversicherer soll anscheinend bald verlängert werden. Wie die FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer berichtet, könnte das Kriseninstrument, welches eine enorme Bedeutung für die Lieferkette hat, bis zum 30. Juni 2021 ausgeweitet werden. Der Bund hatte Mitte April eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Warenkreditversicherer in Höhe von 30 Milliarden Euro gegeben. Bislang sollte der Schutzschirm Ende des Jahres auslaufen.

Eine Sprechregelung, die das Bundeswirtschaftsministerium an den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gesendet hat, legt die Verlängerung nahe. So sei dem Ministerium laut Schreiben, „die enorme Bedeutung von Warenkreditversicherungen für die Wirtschaft, gerade für mittelständische Unternehmen, sehr bewusst“. Aufgrund dessen verhandele die Bundesregierung bereits seit September mit den Warenkreditversicherern um einen weiteren Aufschub. Weiter heißt es, man wolle die Fortsetzung des Schutzschirms bis zum 30. Juni 2021 möglichst bald „bei der Europäischen Kommission notifizieren.“

Euler Hermes sorgte für Verunsicherung

Die Modalitäten des Schutzschirms dürften eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen spielen. Hier hatte es zuletzt Unstimmigkeiten gegeben, weil die Versicherer im Gegenzug für die Garantien 65 Prozent der Prämien abtreten mussten. Euler Hermes etwa kritisierte das besonders – und kündigte daraufhin an, den Versicherungsschutz für zahlreiche Unternehmen „mit schwachen Bonitäten“ bis zum Jahresende befristen. Alle Hintergründe zur möglichen Verlängerung des Schutzschirms lesen Sie hier bei DerTreasurer.

martin.barwitzki[at]finance-magazin.de