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Deutlich weniger neue Restrukturierungsfälle

Momentan profitieren deutsche Work-out-Abteilungen von der guten Konjunktur. Wie lange noch?
Wavebreakmedia/Thinkstock/Getty Images

Auch wenn sich Deutschland der medialen Wahrnehmung nach bereits in einer neuerlichen Wirtschaftskrise befindet: Die Realität sieht doch weitaus besser aus. Im Vergleich zu Nachbarländern wie Frankreich oder Italien läuft es hierzulande konjunkturell noch immer rund. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen des fünften Restrukturierungsbarometers wider, das FINANCE in Zusammenarbeit mit dem Beratungshaus Struktur Management Partner (SMP) Ende September durchgeführt hat.

Die aktuelle Umfrage erbrachte den größten Rückgang neuer Restrukturierungsfälle seit der erstmaligen Erhebung vor gut zweieinhalb Jahren. 55 Prozent der befragten Experten gaben zu Protokoll, in den vergangenen sechs Monaten weniger neue Krisenfälle zur Bearbeitung auf den Tisch bekommen zu haben als im vorhergehenden Halbjahr. Vor Jahresfrist bestätigten das lediglich 23 Prozent der Workout-Banker, 42 Prozent meldeten dagegen steigende Zahlen.

Bessere Erfolgsaussichten

Was die Erfolgsaussichten von Restrukturierungsfällen angeht, hat sich die freundliche Tendenz aus der letzten Befragung in den vergangenen Monaten fortgesetzt. „Von den Altfällen sind deutlich mehr in den Marktbereich zurückgeführt worden als bisher“, kommentiert Georgiy Michailov, Managing Partner bei SMP, die Ergebnisse. Parallel dazu war der Anteil der Insolvenzen im Betrachtungszeitraum noch nie so niedrig. „Der Rückenwind der aktuell sehr stabilen Konjunktur in Deutschland ist also auch im Workout-Bereich deutlich zu spüren“, ergänzt Michailov. In Zahlen heißt das: 52 Prozent der Befragten gaben an, mehr Engagements aus der „Intensivstation“ entlassen zu haben. Lediglich zehn Prozent der Banker berichteten von steigenden Insolvenzzahlen.

Immer komplexere Restrukturierungsfälle

Für die kommenden Monate rechnen die Experten mit keinem Trendwechsel: 24 Prozent der Befragten erwarten abnehmende bzw. deutlich abnehmende Zahlen bei neuen Restrukturierungsfällen. Genau so viele gehen von zunehmenden Zahlen aus. Eine Mehrheit von 41 Prozent glaubt, dass es beim Status quo bleibt. „Allerdings sind die neuen Restrukturierungsfälle umso herausfordernder und komplexer.

Laden Sie sich hier die vollständigen Untersuchungsergebnisse des vierten FINANCE Restrukturierungsbarometers herunter.

redaktion[at]finance-magazin.de

Info

Das Restrukturierungsbarometer:

In der  Onlineumfrage befragt FINANCE in Zusammenarbeit mit dem Beratungshaus Struktur Management Partner regelmäßig die Professionals aus dem Intensive-Care- Bereich von Banken. Die bisherigen Ergebninsse finden Sie hier.

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