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Finanzierungen: Tom Tailor, Software AG und Homann Holzwerkstoffe

Das Modeunternehmen Tom Tailor hat mit dem platzierten Schuldschein eine Premiere geschafft.
Tom Tailor

Tom Tailor refinanziert Bonita-Kauf mit Schuldschein

Das Modeunternehmen Tom Tailor hat Neuland betreten. Erstmals hat die Tom Tailor Holding ein Schuldscheindarlehen platziert und dabei 80 Millionen Euro eingesammelt. Die Papiere sind nach Angaben der Hamburger vorwiegend bei institutionellen Investoren in Europa platziert worden. Das Darlehen gliedert sich in drei Tranchen mit Laufzeiten von 2,6, 3,6 und 5 Jahren und sei mit fixen und variablen Kupons ausgestattet. Die Landesbank Baden-Württemberg und die UniCredit Bank sind Joint Bookrunner. Tom Tailor will damit das günstige Zinsniveau nutzen, um einen Teil der Verbindlichkeiten aus der Übernahme des Damenmodeanbieters Bonita vorzeitig zu refinanzieren.

Software AG begibt Schuldschein

Das Softwareunternehmen Software AG will einen Schuldschein in Höhe von 150 Millionen Euro platzieren. Die Darmstädter haben kürzlich mit den Investorengesprächen begonnen. Der Schuldschein besteht nach Unternehmensangaben aus vier Tranchen mit einer Laufzeit von bis zu vier Jahren und ist mit einem fixen oder variablen Zins ausgestattet. Das Darlehen solle in Euro und in US-Dollar angeboten werden. Auf US-Dollar lautende Schuldscheine sind immer noch sehr selten im Markt zu sehen. Die Landesbank Hessen-Thüringen Helaba, HSBC Trinkaus & Burkhardt und die IKB begleiten die Transaktion. „Nach der letzten Entscheidung der Europäischen Zentralbank nutzen wir das aktuell niedrige Zinsniveau, um unsere Finanzierungskosten zu reduzieren und unsere Liquiditätsreserven für weiteres Wachstum durch Akquisitionen aufzufüllen“, erklärt Arnd Zinnhardt, Finanzvorstand der Software AG. Mit dieser Platzierung macht das Softwareunternehmen das Trio am Schuldscheinmarkt voll.

Homann Holzwerkstoffe will Anleihe aufstocken

Der Holzfaserplattenanbieter Homann Holzwerkstoffe will seine im Dezember 2012 platzierte Anleihe über 50 Millionen Euro um die gleiche Summe aufstocken. Im Rahmen einer Privatplatzierung soll das Papier ausschließlich institutionellen Investoren vorwiegend im europäischen Ausland angeboten werden. Die Platzierung  sei für den 19. Juni 2013 vorgesehen, heißt es seitens des Unternehmens. Close Brothers Seydler begleitet die Emission als Sole Global Coordinator und Bookrunner. Mit dem Emissionserlös will der Holzfaserplattenanbieter unter anderem die Errichtung eines Dünnplattenwerks am polnischen Standort in Krosno und die Modernisierung des saarländischen Standortes finanzieren.

Policen Direkt führt MBO durch und erhöht Kreditlinien

Die Policen Direkt-Gruppe hat einen Management-Buy-out (MBO) durchgeführt und im Rahmen dessen eine neue Finanzierung über 80 Millionen abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben „galt es, den MBO der restlichen von der WestLB gehaltenen Anteile am Unternehmen zu finanzieren, eine neue Hausbank und ein neues Cash-Management-System einzuführen und eine auslaufende Kreditlinie abzulösen und auszuweiten“. Deshalb sei zusammen mit der UniCredit Bank, die die Hausbankfunktion übernommen hat, eine neue Finanzierungsstruktur erarbeitet worden. Zunächst stellt die Bank dem Management eine Buy-Out-Finanzierung zur Verfügung. Anschließend wurden die Kreditlinien auf insgesamt 80 Millionen Euro erhöht. Mit dem neuem Kredit löst Policen Direkt unter anderem die auslaufende Borrowing-Base Kreditlinie ab, die vormals von Portigon, der Rechtsnachfolgerin der ehemaligen WestLB finanziert war. „Durch die neue Finanzierungsstruktur haben wir die Weichen für unser zukünftiges Wachstum gestellt", sagt Nikolai Dördrechter, CFO der Policen Direkt-Gruppe.

Weitere Finanzierungen

Jouyou erhält für ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Hong Kong Zhongyu Sanitary Technology Limited einen syndizierten Kredit über 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 77 Millionen Euro). Nomura International (Hong Kong) ist die arrangierende Konsortialbank. Mit dem Kredit will der Komplettlösungsanbieter für Badezimmer bestehende kurzfristige Kredite refinanzieren und die Produktionsanlagen erweitern.

Das Modeunternehmen Steilmann-Boecker Fashion Point will die im Juni 2012 platzierte Unternehmensanleihe mit einem Zinskupon von 6,75 Prozent aufstocken. Die Anleihe soll nach Unternehmensangaben im Rahmen einer Privatplatzierung institutionellen Investoren vorwiegend im europäischen Ausland angeboten werden. Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner der Transaktion ist Close Brothers Seydler, als Joint Bookrunner agiert die IKB. Mit den frischen Mitteln will das Modeunternehmen vorwiegend die mehrheitliche Übernahme der börsennotierten Adler Modemärkte refinanzieren.

Das Biotechnikunternehmen Biotest will mit einer Kapitalerhöhung rund 75 Millionen Euro einsammeln und gleichzeitig den Streubesitz erhöhen.

Der Schifffahrtskonzern Rickmers hat wie geplant eine Anleihe platziert und dabei 175 Millionen Euro eingesammelt. Der Bond läuft fünf Jahre und wird jährlich mit 8,875 Prozent verzinst. „Mit einem Volumen von 175 Mio. Euro ist die Rickmers Anleihe eine der bisher größten Mittelstandsanleihen in Deutschland“, sagt Deputy CEO und CFO Ignace Van Meenen. „Die erfolgreiche Platzierung bestätigt die große Bedeutung des Wandels unserer Organisation hin zu einem kapitalmarktorientierten Unternehmen.“

Metalcorp Group plant eine Unternehmensanleihe mit einem Kupon von 8,75 Prozent p. a. und einer Laufzeit von fünf Jahren zu begeben. Das Volumen soll bis zu 30 Millionen Euro betragen.

Springer Science+Business will noch vor der Sommerpause an die Börse. Die beiden Eigentümer, die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT und der singapurische Staatsfonds GIC, werden auch nach dem IPO mehrheitlich an dem Wissenschaftsfachverlag beteiligt bleiben. Springer Science+Business plant zudem im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien im Wert von rund 760 Millionen Euro auszugeben.

Moody’s setzt das B3-Rating der Kion Group und das B2-Rating der Senior Secured Notes der Kion Finance unter Beobachtung für eine Heraufstufung.

Die Zeichnungsfrist für die Anleihe von gamigo ist gestartet.

Hallhuber platziert Anleihe vorzeitig voll vollständig.

Energie Steiermark hat ihre erste Namensschuldverschreibung begeben. Das Volumen beträgt 125 Millionen Euro. Die Laufzeit liegt bei 15 Jahren. Die Landesbank Hessen-Thüringen hat die Debüt-Transaktion gemeinsam mit der Raiffeisen Bank International arrangiert.

Die Oesterreichische Kontrollbank hat eine Globalanleihe mit einem Volumen von 1,75 Milliarden US-Dollar platziert. Die Anleihe wird 2018 fällig und wird mit 1,125 Prozent p.a. verzinst.

Alstria Office Reit will eine fünfjährige Wandelschuldverschreibung begeben. Das Volumen der Schuldverschreibung werde rund 80 Mio. Euro betragen. Die Verzinsung soll zwischen 2,5 Prozent und 3,0 Prozent p.a. liegen und vierteljährlich nachschüssig zahlbar sein. Der anfängliche Wandlungspreis wird mit einer Wandlungsprämie zwischen 12,5 Prozent und 17,5 Prozent zum Referenzpreis festgesetzt, der sich aus dem volumengewichteten Xetra-Durchschnittskurs der Aktien im Zeitraum zwischen Marktöffnung und Börsenschluss am 7. Juni 2013 errechnet.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de

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Sabine Paulus ist seit 2008 Redakteurin beim Fachmagazin FINANCE und der Online-Publikation DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Personal, Organisation, Karriere und Finanzierung. Sie ist M.A. und hat an der Universität Konstanz unter anderem das Hauptfach Deutsche Literatur studiert.

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