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Finanzierungen: Volkswagen, Rena Lange Holding, Deutsche Wohnen

Volkswagen

Volkswagen emittiert Anleihe über 2,15 Milliarden US-Dollar

Der Autobauer Volkswagen hat über seine Tochtergesellschaft Volkswagen International Finance in den USA eine Anleihe gemäß Rule 144A des Securities Act of 1933 in Höhe von 2,15 Milliarden US-Dollar emittiert. Der Bond wurde vornehmlich bei institutionellen Investoren platziert und ist mit einer Garantie der Volkswagen AG besichert. Bei bislang fünf Transaktionen seit August 2010 hat Volkswagen International Finance eigenen Angaben zufolge Anleihen im Wert von insgesamt 12,5 Milliarden US-Dollar vornehmlich bei institutionellen US-Investoren eingesammelt.

Der aktuelle Bond glieder sich in vier Tranchen: Die erste Tranche über 500 Millionen US-Dollar ist 2016 fällig und wird mit 1,125 Prozent jährlich verzinst. Die zweite Tranche hat ebenfalls ein Volumen von 500 Millionen US-Dollar läuft allerdings bis 2018 und besitzt einen festen Kupon von 2,125 Prozent p.a. Die dritte Tranche ist 2016 fällig, hat einen Nennbetrag von 750 Millionen US-Dollar und ist variabel verzinslich. Die vierte, ebenfalls variabel verzinsliche Tranche über 400 Millionen Euro ist 2015 fällig. Die Anwaltssozietät Clifford Chance hat Volkswagen und deren Tochtergesellschaft Volkswagen International Finance bei der Emission beraten.

Weitere Finanzierungen und News

Die Rena Lange Holding begibt eine vierjährige Anleihe im Volumen von bis zu 10 Millionen Euro. Der Kupon beträgt 8 Prozent. Das Modelabel will mit dem Emissionserlös das weitere Unternehmenswachstum finanzieren. Creditreform Rating bewertet das Unternehmen mit BB-.

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat beschlossen Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von voraussichtlich 250 Millionen Euro mit einer Endfälligkeit im November 2020 anzubieten und ausstehenden Wandelschuldverschreibungen der GSW Immobilien AG zu erwerben. Der anfängliche Gesamtnennbetrag in Höhe von 182,9 Millionen Euro der im November 2019 fälligen GSW-Wandelschuldverschreibungen war bis zur vergangenen Woche vollständig ausstehend.

Infineon Technologies hat ein neues Programm zur Kapitalrückgewähr beschlossen, unter dem bis Ende September 2015 Mittel von bis zu 300 Millionen Euro aufgewendet werden sollen. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus könnten damit insgesamt bis zu rund 42 Millionen Aktien oder bis zu rund 4Prozent des Grundkapitals erworben werden, teilte der Halbleiterhersteller vor einigen Tagen mit.

Die Sympatex Holding will eine Mittelstandsanleihe über bis zu 13 Millionen Euro begeben. Das Papier des Funktionstextilienherstellers läuft fünf Jahre, ist mit einem Zinskupon von 8,0 Prozent ausgestattet und durch die Garantie der operativ tätigen Tochtergesellschaft Sympatex Technologies GmbH sowie der Verpfändung der Rechte an der Marke „Sympatex“ besichert. Die Zeichnungsfrist startet am 27. November. Creditreform Rating bewertet die Sympatex Holding mit BB-. Der Handelsstart im Open Market der Deutschen Börse mit Einbeziehung in das Segment Entry Standard für Unternehmensanleihen ist für den 3. Dezember vorgesehen.

Der Schweizer Pharmakonzerns Novartis kauft Aktien im Wert von rund 5 Milliarden US-Dollar zurück. Das Rückkaufprogramm startet ab sofort und dauert rund zwei Jahre.

Der Münchener Personaldienstleister hkw konnte die Zinsen für seine 2011 platzierte Mittelstandsanleihe in der vergangenen Woche nicht fristgerecht bezahlen. Die Folge: Creditreform Rating setzte aufgrund der unzureichenden Informationslage das Rating von hkw aus.

Der Deutsche Factoring-Verband ist neuer Partner im Kompetenzcenter „Liquidität und Finanzierung im Mittelstand“ des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB).

Ratingmeldungen

Moody’s setzt den Ausblick für die B3-Ratings von Heidelberger Druckmaschinen von negative auf stabil und bestätigt das B2-Rating der Douglas Holding, Ausblick stabil.

Die Agentur Creditreform Rating hat die Bonitätsnoten für die Golden Gate-Unternehmensanleihe und die für das Unternehmen Golden Gate heruntergestuft. Die Golden Gate-Anleihe wurde von BBB auf BB+ herabgesetzt, die Emittentin Golden Gate AG von BB auf B+.

Von den jüngsten Turbulenzen auf dem Kalimarkt ist auch die Bonitätseinstufung von K+S nicht verschont geblieben. S&P senkte das Langfrist-Rating des Salz- und Düngemittelherstellers von BBB+ auf BBB. Der Ausblick ist negativ. Das Kurzfrist-Rating A-2 bestätigten die S&P-Analysten. Die Ratingagentur hat die Bonitätsnoten von K+S seit Anfang August auf eine mögliche Herabstufung hin geprüft. Durch Moody’s könnte K+S ebenfalls noch ein Downgrade drohen, denn dort stehen die Ratings des Düngemittelherstellers auf der Beobachtungsliste.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de

Sabine Paulus ist seit 2008 Redakteurin beim Fachmagazin FINANCE und der Online-Publikation DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Personal, Organisation, Karriere und Finanzierung. Sie ist M.A. und hat an der Universität Konstanz unter anderem das Hauptfach Deutsche Literatur studiert.