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Refinanzierung: Ströer drückt Fremdkapitalkosten um 75 Prozent

Ströer hat seine Refinanzierung vorzeitig abgeschlossen.
Ströer

Ströer Media hat seine bestehenden Kreditlinien vorzeitig refinanziert. Das Refinanzierungsvolumen habe bei 500 Millionen Euro gelegen, das Paket mit einer fünfjährigen Laufzeit sei mehrfach überzeichnet gewesen, teilte Ströer am Freitag mit. Mit der neuen Finanzierungsbasis drückt das Kölner SDax-Unternehmen seine Fremdkapitalkosten weiter: 2015 soll die Zinslast gegenüber 2010 um 75 Prozent niedriger ausfallen – das entspricht dem Unternehmen zufolge einem zweistelligen Millionenbetrag. Ströer führt dies neben der Marktzinsentwicklung auf die zwei zwischenzeitlich durchgeführten Refinanzierungen sowie das Auslaufen von Zinsderivaten zurück.

Als Joint Bookrunner und Koordinatoren begleiteten die Commerzbank und die SEB die Finanzierung, außerdem als Joint Bookrunner mit an Bord waren Crédit Agricole, ING, Deutsche Bank und HSBC Trinkaus & Burkhardt. Beraten wurde Ströer bei der Refinanzierung von dem Kreditberatungsunternehmen Herter & Co.

Der künftige CFO Bernd Metzner, der im Juni seinen Dienst als Finanzchef von Ströer antritt, findet damit ein bestelltes Feld bei seinem Einstieg vor. Sein Vorgänger Alfried Bührdel hat Ströer vor Kurzem nach 16 Jahren im Unternehmen Ende März verlassen. Unter seiner Ägide ist der Werbevermarkter in den vergangenen Jahr stark gewachsen – vor allem durch Zukäufe hat Bührdel das Geschäft ausgebaut.

sarah.nitsche[at]finance-magazin.de