Vossloh platziert einen neuen Hybrid
Das Bahntechnikunternehmen Vossloh hat einen neuen Hybridbond im Volumen von 250 Millionen Euro mit unendlicher Laufzeit platziert. Der Zinssatz des Papiers liegt anfänglich bei 5,375 Prozent. Erstmalig kündigen können die Sauerländer die Anleihe in fünf Jahren. Das Orderbuch des Hybridbonds lag bei 650 Millionen Euro. Mit der Platzierung der Anleihe verschaffe sich Vossloh die finanzielle Grundlage, um insbesondere seine digitalen Kompetenzen rund um den Fahrweg Schiene, auch durch Zukäufe von Unternehmen beziehungsweise Anteilen an Unternehmen, weiter auszubauen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens zur Transaktion.
Vossloh hatte zuletzt im Februar 2021 eine Hybridanleihe am Markt platziert. Diese war als Green Bond ausgestaltet und hatte ein Volumen von 150 Millionen Euro. Im Zuge der neuen Emission habe man von der ersten Kündigungsmöglichkeit der im Jahr 2021 begebenen Hybridanleihe Gebrauch gemacht, teilt Vossloh mit. Die Rückzahlung der Anleihe erfolge im Februar 2026.
BMW emittiert 2,3 Milliarden Euro
Der Automobilkonzern BMW hat drei neue Anleihetranchen im Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die größte der drei Tranchen hat ein Volumen von 1 Milliarde Euro und wird mit 2,625 Prozent verzinst. Fällig wird die Tranche in drei Jahren. Die zweite Tranche in Höhe von 650 Millionen Euro läuft bis 2032 und wird mit 3,25 Prozent verzinst. Eine dritte Tranche, ebenfalls im Volumen von 650 Millionen Euro, wird mit 3,75 Prozent verzinst und läuft bis 2036.
Bertelsmann mit zweiter Anleihe in drei Monaten
Erst Ende Oktober hatte der Medienkonzern Bertelsmann nach drei Jahren ohne Emission eine Anleihe im Volumen von 750 Millionen Euro platziert. Für die Rückkehr an den Bondmarkt hatten die Gütersloher damals einen besonders günstigen Zeitpunkt abgepasst, wie sie im Gespräch mit unserer Schwesterpublikation DerTreasurer mitteilten.
Rund drei Monate später trauen sich die Gütersloher nun erneut mit einer Benchmark-Anleihe an den Kapitalmarkt. Die neue Anleihe hat ebenfalls ein Volumen von 750 Millionen Euro und wird mit 3,75 Prozent verzinst. Fällig wird der neue Bond im Juli 2034.
Orbem sammelt Kapital für besondere MRT-Technologie ein
Das Start-up Orbem hat sich in einer Series-B-Finanzierungsrunde 55,5 Millionen Euro gesichert. Es klingt kurios, aber die von Orbem entwickelte MRT-Technologie, die auf Künstlicher Intelligenz basiert, wird derzeit vor allem eingesetzt, um Eier zu durchleuchten, um das Geschlecht des Hühnerembryos zu erkennen. Mit dem schnellen Bildgebungsverfahren tragen die Münchener so dazu bei, dass weniger männliche Küken getötet werden.
Orbem will in neuen Branchen wachsen
Mit dem frischen Kapital will Orbem nun in andere Branchen vorstoßen und zum Beispiel Avocados und andere Früchte auf innere Schäden scannen. Zudem wollen die Münchener in einen der größten Agrarmärkte, die USA, expandieren. Mittelfristig wolle man zudem Lösungen für den Gesundheitssektor entwickeln, um die MRT-Analyse schneller zu machen, kündigt Pedro Gómez, Mitgründer des Münchener Start-ups Orbem, im „Handelsblatt“ an.
Innovation Industries hat die Series-B-Runde angeführt. Zudem beteiligten sich Supernova Invest sowie die Bestandsinvestoren General Catalyst, 83 North, The Venture Collective, Possible Ventures und mehrere Angel-Investoren. Ypog hat die Deep-Tech-Investoren Innovation Industries und Supernova Invest bei der Finanzierung rechtlich beraten.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Der Nutzfahrzeug- und Bushersteller Traton hat drei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 3,5 Milliarden schwedischen Kronen (rund 331 Millionen Euro) platziert. Eine Anleihe in Höhe von 1,25 Milliarden schwedischen Kronen und mit Laufzeit bis 2028, sowie eine weitere Anleihe im Volumen von 1 Milliarde schwedischen Kronen, die 2021 fällig wird, werden variabel verzinst. Die dritte Anleihe in Höhe von 1,25 Milliarden schwedischen Kronen wird mit 2,915 Prozent verzinst und 2028 zur Rückzahlung fällig.
Der Device‑as‑a‑Service‑Anbieter Everphone hat seine bestehende Finanzierung in Höhe von 270 Millionen Euro neuverhandelt und dabei die Kreditfazilität um 30 Millionen Euro im Vergleich zur vergangenen Finanzierung erhöht. Das Unternehmen setzt dabei auf zwei neue Finanzierungspartner – und kann zugleich die Finanzierungskosten massiv senken. Wie der Coup konkret gelungen ist, hat die Finanzchefin Veronika von Heise-Rotenburg FINANCE vorab berichtet.
Oviva, ein Berliner Start-up, das eine App für die Behandlung von chronischen Erkrankungen wie Adipositas und Bluthochdruck entwickelt hat, konnte sich in einer Series-D-Finanzierungsrunde 200 Millionen Euro sichern. Die Runde wurde angeführt von Kinnevik. Weitere Investoren waren Planet First Partners, A.P. Moller Holding, Lunate, EGS Beteiligungen und Norrsken VC sowie der Bestandsinvestor Sofina. Lazard fungierte als Finanzberater von Oviva für die Series-D-Finanzierungsrunde.
Exciva, ein Start-up, das unter anderem Alzheimer-Therapien entwickelt, hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 51 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Gimv und EQT Life Sciences. Zudem beteiligten sich die Bestandsinvestoren Andera Partners und LBBW sowie die neuen Investoren Fountain Healthcare Partners, Lifearc Ventures, Carma Fund und Modi VC. Der Erlös dient in erster Linie der Finanzierung einer Phase-2-Studie, in der das therapeutische Potential von Deraphan zur Behandlung von Unruhezuständen bei Alzheimer-Patienten untersucht wird.
Rating-Meldungen
Moody’s hat das Rating von Renk von „Ba2“ auf „Ba1“ heraufgestuft. Der Ausblick wurde von positiv auf stabil geändert.
Moody’s hat den Ausblick von Toi Toi & Dixi von stabil auf negativ geändert. Das „B2“-Rating wurde bestätigt.
Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.
