Der Einzelhandels- und Touristikkonzern Rewe hat einen neuen syndizierten Kredit über 2 Milliarden Euro abgeschlossen.

Rewe

10.12.18
Finanzierungen

Finanzierungen: Rewe, SAP, OMV

Rewe schließt einen Konsortialkredit über 2 Milliarden Euro ab, SAP zapft mehrmals den Anleihenmarkt an und OMV platziert eine Anleihe über 1 Milliarde Euro – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Rewe schließt syndizierten Kredit ab

Der Einzelhandels- und Touristikkonzern Rewe hat eine syndizierte Kreditlinie über 2 Milliarden Euro unterzeichnet. Das Darlehen, das mit einem Konsortium aus 18 nationalen und internationalen Banken abgeschlossen wurde, hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dabei besteht die Möglichkeit auf zwei Verlängerungen von jeweils einem Jahr. Zudem kann das Kreditvolumen noch um bis zu 500 Millionen Euro erhöht werden.

Wie die Rewe Group mitteilte, ersetzt das Unternehmen durch diese Transaktion die bisherige Kreditlinie über 1,5 Milliarden Euro, die planmäßig bis 2020 laufen würde. Der Konzern hatte zu Beginn des Jahres den Schuldscheinmarkt angezapft und dort 1 Milliarde Euro eingesammelt

SAP platziert Anleihen über 4,5 Milliarden Euro

Das Softwareunternehmen SAP begibt fünf neue Anleihen. Die Bonds mit verschiedenen Laufzeiten zwischen zwei und dreizehn Jahren sind variabel sowie fest verzinst und haben insgesamt ein Volumen von 4,5 Milliarden Euro. Den Erlös will SAP zur Finanzierung der angekündigten Übernahme der US-Firma Qualtrics verwenden. 

OMV begibt Milliardenanleihe

Das österreichische Öl- und Gasunternehmen OMV hat eine Anleihe über 1 Milliarde Euro platziert. Dabei ist die Emission in zwei Tranchen unterteilt. Die erste Tranche über 500 Millionen Euro hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit 0,75 Prozent fix verzinst. Die zweite Tranche mit einer Laufzeit von zehn Jahren hat ebenfalls ein Volumen von 500 Millionen Euro und wird mit 1,875 Prozent fix verzinst.

Die Emission wurde von einem Bankenkonsortium bestehend aus Citigroup, Crédit Agricole, DZ Bank sowie Raiffeisen Bank International und SMBC Nikko Capital Markets angeführt. Das Konsortium wurde bei der Transaktion von der Kanzlei White & Case (Federführung: Karsten Wöckener) beraten.

Weitere Meldungen

Das Polymer-Unternehmen Covestro hat in insgesamt drei Tranchen einen Aktienrückkauf über 1,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Mit 9,8 Prozent erreichte die ehemalige Bayer-Tochter beinahe die maximal zulässige Grenze von 10 Prozent des Grundkapitals rund ein halbes Jahr früher als geplant. Nun plant der Covestro-Vorstand das Grundkapital um 19,5 Millionen Euro herabzusetzen.

Der Technologiekonzern Heraeus hat gemeinsam mit 13 nationalen und internationalen Banken eine Konsortialkreditlinie in Höhe von 400 Millionen Euro abgeschlossen. Die Commerzbank sowie die Helaba fungierten als Koordinatoren. Das Unternehmen mit Sitz in Hanau erzielte eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 21,8 Milliarden Euro. Heraeus wurde bei der Transaktion von Linklaters (Federführung: Neil George Weiand) beraten, die Koordinatoren von Hengeler Mueller.

Das Immobilienunternehmen Ado Properties hat ein Darlehen im Volumen von 90 Millionen Euro aufgenommen. Mit der Transaktion haben die Berliner eigenen Angaben zufolge eine Serie von Refinanzierungen abgeschlossen.

Der Schweizer Private-Equity-Investor Matador Partners Group hat eine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Im Rahmen der Transaktion sind insgesamt 1,1 Millionen Aktien zu einem Netto-Bezugspreis von jeweils 3,55 Schweizer Franken platziert worden. Den Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung will Matador für den Kauf weiterer Secondary-Private-Equity-Beteiligungen verwenden.

Ratingmeldungen

Moody’s hat das Rating des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S von Ba1 auf Ba2 herabgestuft. Gleichzeitig verändert die Agentur den Ausblick von negativ auf stabil. Moody’s begründet diese Entscheidung mit einem gestiegenen Verschuldungsgrad des Unternehmens, der höher ist als erwartet.

Moody’s hat den Rating-Ausblick des Erdölraffinerie-Unternehmens Raffinerie Heide von stabil zu negativ geändert. Gleichzeitig bestätigt Moody’s das Rating bei B3. Die Agentur verweist in der Begründung auf die schwache operative Performance des Unternehmens, die den Verschuldungsgrad des Unternehmens steigern werde.  

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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