Im Frühjahr haben deutsche Unternehmen fast 100 Milliarden Euro KfW-Hilfskredite beantragt. Wie viel von dem Geld haben sie jetzt noch als Puffer für den zweiten Lockdown?

KfW-Bildarchiv / Ruediger Nehmzow

FINANCE+ 04.11.20
Finanzierungen

KfW-Kredite: So viel Puffer haben die CFOs noch

Der Lockdown ist zurück – und auch die Liquiditätsprobleme vieler Unternehmen? FINANCE hat analysiert, wie viel den deutschen Unternehmen von den im Frühjahr arrangierten KfW-Krediten noch zur Verfügung steht.

Tui, K+S und Kion – das sind nur drei der bekanntesten Unternehmen, die die Hilfskredite der staatlichen Förderbank KfW nutzen. Insgesamt sind bis Ende September über 90.000 Kreditanträge über ein Gesamtvolumen von mehr als 56,7 Milliarden Euro bei der KfW eingegangen. Und die KfW hat geliefert: Laut der staatlichen Förderbank sind rund 85.900 Anträge mit einem Volumen von etwa 45,4 Milliarden Euro zugesagt worden.

Den Antrag für einen Kredit müssen die CFOs aber zuerst bei ihrer Hausbank stellen, bevor er an die KfW geht. FINANCE hat bei verschiedenen Banken den Status quo „ihrer“ KfW-Kredite abgefragt. Das erste Ergebnis ist eine interessante Zahl: Commerzbank, DZ Bank, Deutsche Bank, Unicredit, DSGV, BayernLB, NordLB, LBBW und Helaba berichten insgesamt von über 102.000 Anträgen, die meisten davon gestellt von KMUs. Dies impliziert, dass sie viele Tausend Anträge ihrer Kunden gar nicht erst an die KfW weitergeleitet haben. Dafür wurden bei den neun Banken, die ihre Daten FINANCE zur Verfügung stellten, 95 Prozent der KfW-Kredite genehmigt.

So viele offene Linien liegen bei den Banken

Überraschend ist jedoch, dass die meisten CFOs das Geld noch gar nicht benötigt haben, von den ihnen bewilligten Geldern liegt noch ein gewaltiger Teil auf der Bank. Bemerkenswert ist, dass es riesige Unterschiede zwischen den einzelnen Banken gibt.

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