CFO-Karrieren verlaufen selten reibungslos oder geradeaus. Sie sind geprägt durch Chancen, die man ergreifen muss und Ambitionen, die man manchmal zurückstellen muss. Und oft werden Stolpersteine auch von außen herangetragen: aktivistische Investoren, eine meckernde Finanzaufsicht oder ein CEO, der eine zu ehrgeizige Strategie vorgibt.
Headhunter Heiner Thorborg im FINANCE-Podcast
Was sind die interessantesten CFO-Situationen? Diese Frage hat der renommierte Headhunter Heiner Thorborg in einer Spezialfolge des FINANCE-Podcasts „Im Fokus“ beantwortet. Gemeinsam mit Journalist Jakob Eich spricht er über verschiedene Situationen aus der Gegenwart und der Vergangenheit.
FINANCE: Was ist, wenn der CEO andere Vorstellungen hat?
Heiner Thorborg: Ich habe damals Géraldine Picaud, eine Französin, bei Holcim empfohlen. Der damalige CEO Jan Jenisch wollte eigentlich keinen Franzosen, aber ich rief sie trotzdem an. Sie war interessiert und als ich sie in Paris traf, wusste ich sofort, dass sie die Lösung war. Jenisch war anfangs skeptisch, aber nach wenigen Wochen war die Position besetzt.
FINANCE: Wie ist es, wenn man in ein unruhiges Unternehmen wie Gerresheimer kommt?
Heiner Thorborg: Das ist eine herausfordernde Situation für einen neuen CFO, der nicht für die Fehler der Vorgänger verantwortlich ist. Es ist eine spannende Aufgabe, aber auch ein hohes Risiko.
FINANCE: Kann Karin Dohm die Deutsche Bahn sanieren?
Heiner Thorborg: Ich kenne Karin sehr gut. Sie hat bei Hornbach hervorragende Arbeit geleistet. Der Schritt zur Deutschen Bahn ist eine gewaltige Herausforderung, aber sie wird es gut machen. Ihre Partnerschaft mit Evelyn Paller bei der Bahn ist vielversprechend.
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Anmerkung der Redaktion: Die Aussagen von Heiner Thorborg wurden leicht verkürzt und bearbeitet, um die Verständlichkeit zu erhöhen.



