RWE

25.04.18
Wirtschaft

Innogy-CFO Günther arbeitet wieder

Zwei Monate nach dem Säureanschlag nimmt Bernhard Günther seine Arbeit als Finanzchef von Innogy wieder auf – bisher allerdings noch aus der Ferne.

Knapp zwei Monate nach dem Säure-Angriff auf Innogy-CFO Bernhard Günther nimmt dieser die Arbeit wieder auf. Er nehme bereits an vielen Terminen wieder telefonisch teil, berichtete Innogy-Aufsichtsratschef Erhard Schipporeit auf der Hauptversammlung des Essener Energiekonzerns. Günther war bei der Hauptversammlung selbst aber noch nicht anwesend. Viele seiner Aufgaben hat kommissarisch der Ökostromvorstand Hans Bünting übernommen.

Anfang März hatten zwei Unbekannte einen Säureanschlag auf Günther an dessen Wohnort in Haan bei Düsseldorf verübt. Der 51-Jährige wurde anschließend in einer Spezialklinik behandelt und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Das Motiv der Tat sowie die Identität der Täter sind nach wie vor ungeklärt.

Bernhard Günther geht es Umständen entsprechend gut

Der Innogy-CFO hatte rund einen Monat nach dem Attentat das Krankenhaus wieder verlassen können. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut", sagte der neue Innogy-Chef Uwe Tigges auf der Hauptversammlung. Er hoffe auf Fortschritte bei der Aufklärung der Tat durch die zuständigen Behörden.

Günthers Abwesenheit fällt in eine turbulente Zeit für den Energiekonzern: Der Energiekonzern soll zerschlagen werden. Innogy ist erst vor rund zwei Jahren vom Mutterkonzern RWE abgespalten worden. Nun soll der Konzern unter RWE und dem Konkurrenten E.on aufgeteilt werden.

Zu der Unruhe rund um diesen Deal kommen auch noch einige personelle Veränderungen hinzu: Der nach dem Ausscheiden von Ex-Chef Peter Terium zunächst interimistisch bestellte Uwe Tigges wurde zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Neu in den Vorstand stößt Arno Hahn, der Tigges‘ Aufgaben als Personalvorstand und Arbeitsdirektor übernehmen wird. Bernhard Günthers Vertrag läuft bis März 2021.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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