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US-Zölle trüben die Aussichten bei Volkswagen ein

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Die Aussichten bei Volkswagen sind wenig rosig. Das operative Ergebnis bei Volkswagen sackte im 1. Halbjahr 2025 und ein Drittel ab. Foto: onurcepheli stock.adobe.com
Die Aussichten bei Volkswagen sind wenig rosig. Das operative Ergebnis bei Volkswagen sackte im 1. Halbjahr 2025 und ein Drittel ab. Foto: onurcepheli stock.adobe.com

Schlag ins Kontor bei Volkswagen: Der Autobauer hat seine Prognose für die operative Marge auf 4 bis 5 Prozent gesenkt. Hauptgrund dafür sind die Zölle, die die Trump-Regierung in den vergangenen Monaten verhängte und die von Januar bis Juni Kosten von rund 1,3 Milliarden Euro verursacht hätten. Für 2024 bezifferte Volkswagen die operative Marge noch auf 5,9 Prozent, von Januar bis Juni lag sie schon nur mehr bei 4,2 Prozent.

Volkswagen-CFO Arno Antlitz nannte als Gründe für diesen Absturz die „margenschwächeren E-Modelle“ des Konzerns. Hinzu kämen die „Belastungen durch die erhöhten US-Importzölle und Restrukturierungsmaßnahmen“.

VW-Marge hängt von Höhe der Zölle ab

Die Prognose für die Marge im laufenden Geschäftsjahr machte Volkswagen davon abhängig, wie sich die US-Zölle weiter auf das Geschäft auswirken. Zölle von 10 Prozent könnten eine Marge von 5 Prozent erlauben, bei Zöllen von 27,5 Prozent würde sie auf 4 Prozent fallen. Ursprünglich hatte der Konzern 2025 mit einer Marge von 5,5 bis 6,5 Prozent gerechnet.

Gerade in Nordamerika verlief der Fahrzeugabsatz im ersten Halbjahr sehr schleppend. Er sank um 16 Prozent und blieb damit weit hinter dem leichten Wachstum für den Gesamtkonzern zurück. Über alle Kategorien hinweg setzte Volkswagen etwas weniger als 4,4 Millionen Fahrzeuge ab, von Januar bis Juni 2024 waren es gut 4,3 Millionen.

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Das operative Ergebnis des Fahrzeugbauers brach im ersten Halbjahr um rund ein Drittel ein und erreichte lediglich 6,7 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es noch knapp 10 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Rückgang im ersten Quartal 2025 von knapp 37 Prozent sank das Ergebnis von April bis Juni etwas weniger stark um rund 30 Prozent.

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Der Umsatz von Volkswagen soll 2025 das Niveau des Vorjahres erreichen. Das entspricht ungefähr der Veränderung, die der Konzern für das erste Halbjahr meldete: einen Rückgang von 0,3 Prozent. Im ersten Quartal war der Umsatz noch um 3 Prozent gefallen. Die Zahl der Beschäftigten sank zu Ende Juni um 1,8 Prozent auf gut 667.000, Ende 2024 waren es noch 679.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.