Die frühere BNP-Bankerin Liane Santenero übernimmt eine neue Rolle: Sie wechselt zum Oktober als Head of Global Transaction & Payment Services zur Société Générale nach Paris. Erst Mitte Juli meldete FINANCE exklusiv, dass sie ihre Rolle als Head of Corporate Coverage bei BNP Paribas in Frankfurt aufgibt; dort war sie auch für das Transaction Banking in Deutschland zuständig. Im aktuellen FINANCE-Banken-Survey 2026 belegt Société Générale im Kreditgeschäft mit deutschen Firmenkunden Platz 7; beim Thema Cash Management schneidet sie mit Platz 14 dagegen schlechter ab.
Bei Société Générale soll Santenero nun eine globale Führungsrolle übernehmen und an Anne-Christine Champion sowie Alexandre Fleury berichten, die beiden Co-Heads der Sparte Global Banking and Investor Solutions (GBIS). Außerdem wird Santenero Mitglied des Group Management Committee von Société Générale. Ihren Vorgänger David Abitbol ernannte die Großbank zum Chief Operating Officer für die Region Asien-Pazifik.
Santeneros Nachfolge bei BNP ist offen
Liane Santenero war seit dem Jahr 2000 für BNP Paribas tätig und bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Firmenkundengeschäft mit. Nach rund acht Jahren in Paris und Brüssel wechselte sie 2014 nach Frankfurt und war zunächst rund sechs Jahre als Head of Credit Analysis Germany tätig. Anfang 2021 stieg sie zur Head of Large & Mid Cap Corporate Coverage auf, seit 2024 war sie für das gesamte Firmenkundengeschäft von BNP in Deutschland verantwortlich. Wer ihr nachfolgt, ist bislang nicht bekannt.
Santeneros Abschied bei BNP folgte, kurz nachdem die Bank bekanntgab, dass der Chef des hiesigen Corporate & Investmentbanking, Frank Vogel, das Geldhaus im September verlässt. Als Nachfolge ist ab Herbst eine Doppelspitze aus dem früheren Deutsche-Bank-Manager Jan-Philipp Gillmann und Nico Ruse vorgesehen, der von der Bank of America kommt.
Société Générale-Bereich wächst deutlich
Santeneros neuer Verantwortungsbereich Global Transaction & Payment Services gehört innerhalb der Société Générale zur Sparte Global Banking and Investor Solutions. Im ersten Halbjahr 2026 kam GBIS auf Einnahmen von knapp 5,5 Milliarden Euro, ein leichtes Minus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Teilbereich Global Transaction & Payment Services setzte sich davon positiv ab mit einem Wachstum von 2,1 Prozent von Januar bis Juni; das zweite Quartal fiel dabei mit einem Plus von 6,7 Prozent deutlich stärker aus als die ersten drei Monate. Das Nettoergebnis in der Sparte GBIS erreichte von Januar bis Juni rund 1,6 Milliarden Euro.
Insgesamt meldete Société Générale im ersten Halbjahr Einnahmen von 14,2 Milliarden Euro, um 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis der Bank erhöhte sich um knapp 14 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro. Die Cost-Income-Ratio der Bank belief sich im ersten Halbjahr auf 59,7 Prozent und entsprach damit grob der Prognose des Managements.