Barclays gewinnt einen neuen Healthcare-Experten. Ab März stößt Axel-Sven Malkomes zum Frankfurter Büro der Bank.

Barclays

23.09.15
Banking & Berater

Barclays wirbt Société-Générale-Investmentbanker für Frankfurter Büro ab

Barclays jagt der französischen Konkurrenz einen Healthcare-Experten ab: Investmentbanker Axel-Sven Malkomes kommt von der Société Générale.

Die Barclays-Bank holt Axel-Sven Malkomes als neuen Vice Chairman für den Bereich Healthcare Banking im Bereich Europa, Nahost und Afrika (EMEA) nach Frankfurt. Er wird den Posten im März nächsten Jahres antreten.

Malkomes war bisher für die Société Générale Corporate & Investmentbanking tätig. Seit Februar 2010 leitete er dort als Global Head den Healthcare-Investment-Bereich.

Zuvor war Malkomes zehn Jahre lang bei Investor 3i im Healthcare-Buyout-Team tätig, seit 2007 als Senior Executive. Vor 3i war Malkomes CEO bei einer Merck-Tochter mit Sitz in Wien und Group Head of Corporate M&A beim Hauptkonzern. 

Barclays will im Healthcare-Bereich angreifen

Mit dem Neuzugang will die britische Bank ihre Position im Bereich der Healthcare-Deals in Europa weiter stärken. Damit geht Barclays mit dem Trend, denn der M&A-Markt war gerade im Healthcare-Bereich besonders aktiv. Vor allem PE-Investoren sind auf der Suche nach Deal-Chancen in diesem Markt.

Laut einem Barclays-Sprecher ist die Berufung von Axel-Sven Malkomes auch ein Zeichen dafür, dass die Bank an die Stärke des deutschen Marktes glaubt. Von Frankfurt aus will die Bank ihre Position weiter ausbauen.

Barclays ist im M&A-Ranking im Healthcare-Sektor nach Dealogic-Daten in diesem Jahr bisher auf Platz vier. Im vergangenen Jahr lag die Bank noch auf Platz 18.

In diesem Jahr hat Barclays an vier Deals mitgearbeitet. Das Volumen der Transaktionen beläuft sich auf 3,6 Milliarden Dollar. Darunter war auch die Übernahme des deutschen Unternehmens Synlab durch den PE-Investor Cinven für 1,9 Milliarden Dollar.

Bei Barclays steht massiver Stellenabbau bevor

Axel-Sven Malkomes ist nicht der einzige Neuzugang, den die Investmentbank von einem Wettbewerber weglocken konnte. Thomas Westin wird ab Dezember zum Stockholmer Büro stoßen und dort als Co-Chef für die nordischen Länder im Banking Team für Europa, den Nahen Osten und Afrika arbeiten. Westin kommt von der Bank of America Merrill Lynch, wo er als Senior Managing Director tätig war.

Doch die Neuzugänge können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Barclays der angekündigte massive Stellenabbau bevorsteht. Wie auch andere Banken, will die Bank kosten senken. Das Geschäft in Deutschland soll davon nicht betroffen sein. Für den neuen alleinigen Deutschland-Chef Alexander Doll steht die Aufgabe schon fest: er muss dafür sorgen, dass die Unruhe in der Bank nicht auch die Firmenkunden in Deutschland verunsichert.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de