Deutsche Bank

14.09.18
Banking & Berater

Chef-Investmentbanker Ritchie bleibt bei Deutscher Bank

Lange wurde über einen möglichen Abgang von Garth Ritchie spekuliert. Doch nun hat die Deutsche Bank den Vertrag des Chef-Investmentbankers wohl um fünf Jahre verlängert.

Der Vize-Chef der Deutschen Bank und Chef-Investmentbanker Garth Ritchie bleibt bei dem Finanzinstitut. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf eine Sprecherin der Deutschen Bank. Die Bank war für eine Anfrage zunächst nicht zu erreichen.

Der Vertrag des Südafrikaners, der eigentlich zum Jahresende ausgelaufen wäre, wurde um fünf Jahre verlängert, heißt es im Bericht. Die Verlängerung des Vertrags fand im Rahmen der jährlichen Strategieklausur statt, bei der Aufsichtsrat und Vorstand der Deutschen Bank über den weiteren Kurs des Instituts beraten.

Garth Ritchie sitzt seit Januar 2016 im Vorstand der Deutschen Bank. Im Frühjahr 2017 war er gemeinsam mit dem damaligen CFO Marcus Schenck zum Co-Chef des Investmentbankings ernannt worden. Schenck hat die Deutsche Bank im April 2018 gemeinsam mit dem damaligen Vorstandschef John Cryan verlassen. Seitdem verantwortet Ritchie die Investmentbanking-Sparte allein.

Spekulationen um Ritchies Abgang nicht bewahrheitet

Genau zu der Zeit als Cryan und Schenck die Bank verließen, kochten auch die Spekulationen um einen möglichen Weggang von Ritchie hoch. Mit der Verlängerung des Vertrags dürfte nun mehr Ruhe in die Investmentbanking-Sparte der Bank einkehren.

Die Spekulationen um Ritchies Zukunft, erwartete Einschnitte in der Sparte, ebenso wie Aussagen von CFO James von Moltke, dass die Hoffnungen auf eine Erholung des Investmentbankings im ersten Quartal überzogen seien, hatten in den vergangenen Monaten für viel Unsicherheit gesorgt.

Im kommenden Jahr stehen bei Deutschlands größtem Geldhaus zwei weitere mögliche Vertragsverlängerungen an: Der Vertrag von DWS-Chef und Vermögensverwaltungsvorstand Nicolas Moreau läuft noch bis Oktober 2019, der von Asien-Vorstand Werner Steinmüller bis August 2019. Über diese beiden Verträge wolle die Deutsche Bank aber noch nicht in diesem Jahr, sondern „zeitgemäß im nächsten Jahr“ entscheiden, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de