HVB

27.07.16
Banking & Berater

HVB verliert CFO und Firmenkundenchef

Die Unicredit-Tochter Hypovereinsbank verliert zwei ihrer Vorstände: Sowohl CFO Francesco Giordano als auch Firmenkundenchef Lutz Diederichs verlassen die Bank. Giordanos Abgang geht auf das Konto des neuen Unicredit-Chefs Jean Pierre Mustier.

Der neue Chef der Unicredit Jean Pierre Mustier holt den CFO der Tochter Hypovereinsbank (HVB) in den Mutterkonzern. Francesco Giordano wird Co-Chief Operating Officer bei der italienischen Großbank. In dieser Position soll er sich um Kosten, Einkauf, Immobilien und IT kümmern.

Giordano war erst im Juni 2015 als CFO zur HVB gekommen, zuvor war er Finanzvorstand bei der Bank of Austria, ebenso wie die HVB ein Teil der Unicredit-Gruppe. In den Verbund kam er im Jahre 2000 und hatte seitdem verschiedene Führungspositionen inne, zum Beispiel als Head of Group Planning, Reasearch and Strategy oder als Head of Marketing and Strategy.

HVB-Firmenkundenchef Lutz Diederichs war ein Urgestein

Außerdem geht der Firmenkundenvorstand Lutz Diederichs, der seit 27 Jahren bei der Bank tätig war. Er werde eine „neue Herausforderung außerhalb der Bank übernehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung der HVB. Wohin er geht, ist nicht bekannt. Für beide Positionen sind bereits Nachfolgen geregelt, sagt die Bank. Um wen es sich handelt, ist nicht bekannt.

Diederichs kam 1990 zur HVB. 2009 wurde er in den Vorstand berufen und leitete bis 2013 das Corporate & Investment Banking. Seit 2013 ist er für das Geschäftsfeld Unternehmer Bank des Commercial Bankings verantwortlich.

Änderungen gibt es auch bei der Unicredit-Tochter Bank of Austria: Der bisherige CFO Mirco Bianchi wird Group CFO bei der Unicredit. Sein Vorgänger Bernardo Mingrone, der erste Ende 2015 zum CFO ernannt wurde, muss gehen.

Was plant Unicredit mit HVB?

Es war bereits abzusehen, dass mit dem neuen Unicredit-Chef einige Veränderungen bei der HVB einziehen werden. Vor kurzem gab er bekannt, einen Plan zum Umbau der schwächelnden italienischen Großbank vorlegen zu wollen. Schon kurz nach seinem Antritt hatte Mustier durchgegriffen und einige Aktienpakete verkauft, um den Kernkapitalpuffer zu verbessern.

Weitere Maßnahmen sind geplant. Im Markt wurde bereits spekuliert, dass die Unicredit die HVB an die Börse bringen oder verkaufen will, um den hohen Kapitalbedarf zu decken.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de