Allianz Global Investors regelt Nachfolge für Claus Fintzen
Allianz Global Investors (AGI) hat einen neuen Head of Infrastructure Debt. Matthew Norman tritt die Nachfolge von Claus Fintzen an, der AGI zum Ende des ersten Halbjahres verlässt. Fintzen gehörte 2012 zum Gründungsteam des Sektors Infrastructure Debt und leitete das internationale Team seit 2016.
Matthew Norman kommt von Crédit Agricole CIB, wo er knapp 30 Jahre lang in den Sektoren Infrastruktur, Energie und Private Markets tätig war – darunter in den Bereichen Structured Finance, Advisory und Kapitalmärkte. Ab 2017 war er dort Global Head of Infrastructure, ab 2022 zusätzlich Global Head of Energy & Infrastructure Advisory.
Algol Consulting geht in Argon auf
Das internationale Consulting-Haus Argon & Co hat seine Präsenz in Deutschland durch den Erwerb der Kölner IT-Transformationsberatung Algol erweitert. Bislang war die auf Betriebsstrategien und Transformation spezialisierte Beratung Argon hierzulande mit einem Standort in München vertreten. Zu den Kunden von Algol gehören sowohl mittelständische Unternehmen als auch große börsennotierte Konzerne. Ende Februar schloss sich außerdem das US-Beratungshaus Scott Sheldon der Gruppe an.
Argon zählt weltweit 18 Standorte. Erst Anfang Februar eröffnete das Unternehmen einen Standort in Kuala Lumpur, Malaysia. Bereits im Frühjahr 2025 hatte es die Management- und Transformationsberatung Advyce & Company erworben und zählte damals rund 850 Beraterinnen und Berater.
Für den Kauf von Algol in Deutschland mandatierte das Consulting-Haus die Kanzleien Argos Avocats und SZA Schilling Zutt Anschütz. Für die Verkäufer war Luther als Rechtsberater tätig.
Imendo eröffnet Standort in Berlin
Der IT-Consulting- und Umsetzungsspezialist Imendo hat im Februar eine Niederlassung in Berlin eröffnet. Verantwortlich für das erste deutsche Büro ist Norman Bernhardt, der Wirtschaftsinformatiker komm von Oraylis, einem Microsoft Managed Partner.
Imendo ist ausgerichtet auf die strategische Beratung, fachliche Konzeption und technische Umsetzung von Projekten im Bereich Data & Analytics, Künstlicher Intelligenz, Prozessautomatisierung und E-Government. Das 2010 entstandene Unternehmen beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeitende in Wien, Klagenfurt und Berlin.
Roland Berger und Joans Andrulis gründen KI-Start-up
Roland Berger und der Aleph-Alpha-Gründer Joans Andrulis heben ein gemeinsames KI-Start-up aus der Taufe. Dabei steigt die Münchener Unternehmensberatung als alleiniger Investor bei dem Unternehmen ein. Stefan Schaible, Global Managing Partner von Roland Berger, wird Chief Operating Officer der neu gegründeten Firma und verantwortet damit den Aufbau und die Kommerzialisierung der Technologie: einer kollaborativen KI, die menschliche Expertise systematisch integriert. Aus Sicht von Andrulis ist häufig das Problem, dass die Technologie nicht hinreichend an reale Unternehmensabläufe angebunden sei.
Das Startup ist eine 100-prozentige Tochter der Roland Berger Holding und befindet sich derzeit noch in der Aufbauphase. Der Fokus soll zunächst auf der Entwicklung der proprietären Technologie sowie auf Pilotanwendungen mit ersten Kunden liegen.
McKinsey gliedert Investmenttochter an Neuberger Berman aus
Die Strategieberatung McKinsey & Company gibt ihre weltweite Investmenttochter Mio Partners an den US-Asset Manager Neuberger Berman ab. Das teilte das Unternehmen Mitte Februar mit. Mio verwaltet rund 26 Milliarden US-Dollar für die rund 40.000 Partner und Mitarbeitende sowie die Alumni von McKinsey. Einen Schwerpunkt des verwalteten Vermögens bilden alternative Anlagen. Ardea Partners beriet McKinsey bei dem Deal, als Rechtsberater waren Simpson Thacher & Bartlett für US-Recht und Gleiss Lutz war für Deutschland zuständig unter anderem in den Bereichen Finanzaufsichts- und Arbeitsrecht sowie M&A. Neuberger Berman mandatierte die Großkanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom.
EY-Parthenon erweitert Team um zwei Partner

EY-Parthenon hat sein Team in Deutschland um zwei Partner erweitert: Zum Februar stießen die Berater Leon Naumann und Florian Kaiser zu der Strategie-Tochter der Big-Four-Gesellschaft EY. Kaiser ist auf die Beratung zu Strategie, Transformation und Performance Optimierung spezialisiert und bringt rund 25 Jahre Erfahrung mit, insbesondere in den Branchen Bauzulieferer, Elektroindustrie und Infrastruktur. Zuletzt war er Managing Partner bei L.E.K. Consulting. Leon Naumann kommt von Monitor Deloitte. Er berät insbesondere Energieversorger zu strategischen Fragen, darunter kundenorientierten Vertriebs- und Marktstrategien.
FTI Consulting setzt auf Know-how in der Chemiebranche
FTI Consulting hat sein Team für die Beratung der Chemiebranche um zwei Spezialisten von der Big-Four-Einheit Deloitte erweitert: Mark Reimer, Senior Managing Director in München, und Alexander Keller, Managing Director in Frankfurt, schlossen sich Anfang Februar dem Beratungshaus an. Beide verstärken ab sofort den Bereich Business Transformation. Schon 2024 hatte FTI Consulting mit Stefan van Thienen und Kirill Kalinkin zwei führende Berater aus dem Chemiesektor von Deloitte gewonnen.
Reimer baute zusammen mit von Thienen das Beratungsgeschäft für Energy & Chemicals bei Deloitte auf. Keller startete seine Laufbahn bei Roland Berger und arbeitete ab 2016 als Sektorspezialist für Chemieunternehmen bei Deloitte.
Executive Interim Partners holt Carsten Paris als Partner
Executive Interim Partners erweitert sein Team um den erfahrenen Berater und Manager Carsten Paris. Er schließt sich dem Münchner Anbieter von Interim-Management-Dienstleistungen auf C-Level-Niveau als Partner an. Paris war seit 2004 Gründungs- und Management-Partner von ICS Partners, einem Eigenkapital-Investor und Beratungsunternehmen für operative Restrukturierung, Performance-Steigerung und Transformation. Zu seinen Mandaten gehörten unter anderem der Baby- und Kinderausstatter Hauck, die Automobilzulieferer Küpper und ICT Innovative Components Technologies, heute KDK Automotive, und der Papiergroßhändler Paperlinx Deutschland.
Bearing Point holt Tech-Berater von Accenture Schweiz
Die Management- und Technologieberatung Bearing Point erweitert ihr Team für Data, Analytics & AI. Dazu heuerte das Consulting-Haus zwei erfahrene Berater von Accenture in der Schweiz an, wo Tobias Thonak und Sebastian Schmickl in den vergangenen zehn Jahren tätig waren. Sie bringen Erfahrung in der strategischen Konzeption und Umsetzung von transformativen Data- und KI-Programmen sowie internationale Erfahrung mit.
Thonak steigt bei Bearing Point als Partner ein. Bei Accenture verantwortete er zuletzt das Data & AI-Geschäft in der Schweiz und den Aufbau der AI Strategy Capability in der DACH-Region. Sebastian Schmickl tritt bei Bearing Point als Director ein.
Risikomanagerin wird neue Leiterin Wholesale Banking bei ING

Die niederländische Großbank ING hat Ljiljana Čortan zur neuen Chefin des Wholesale Banking ernannt. Sie folgte am 24. Februar in dieser Rolle auf Andrew Bester, der die Bank verlässt und sich Aufsichts- und Verwaltungsratsfunktionen widmen will. In Deutschland ist Eddy Henning für das Wholesale Banking zuständig, darunter das Firmenkundengeschäft.
Čortan war bislang CRO des Amsterdamer Kreditinstituts, diese Funktion übernimmt übergangsweise noch-CFO Tanate Phutrakul. Er gibt zum April die Position an Ida Lerner ab. Das Tagesgeschäft im Risikomanagement geht interimistisch an den Head of Integrated Risk, Andrea Cesaroni.
DZ Bank ernennt zwei stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Die DZ Bank ernennt zum 1. Juli Souâd Benkredda und Michael Speth zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Die funktionalen Zuständigkeiten im Vorstand bleiben unverändert: Benkredda verantwortet im Vorstand der DZ BANK das Kapitalmarktgeschäft, das Konzern-Treasury und den Bereich strukturierte Finanzierung, darüber hinaus die Auslandsfilialen und -repräsentanzen der Bank. Michael Speth ist für das Risikomanagement mit den Bereichen Kredit, Konzern-Risikocontrolling sowie Konzern-Risikosteuerung & Services zuständig.
BayernLB ernennt neue Chief Risk Officer
Bei der BayernLB übernimmt Claudia Süssenbacher zum 1. Oktober die Position der Risikovorständin. Sie folgt bei der Münchener Landesbank auf Gero Bergmann, der seit 2011 dem Führungsgremium des Geldhauses angehört. Die Zustimmung der Bankaufsicht steht aus.
Süssenbacher kommt von der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, wo sie seit 2023 Geschäftsleiterin der Holding und Risikovorständin war. Die Juristin startete ihre Laufbahn 2001 bei einer Vorgängerin der heutigen Unicredit Bank Austria. Dort war sie zuletzt als Bereichsleiterin für das Corporate Risk Management zuständig.
Raiffeisen NÖ-Wien hat neuen Generaldirektor benannt

Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und deren Beteiligungsarm Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien hat einen neuen Generaldirektor bestimmt. Martin Hauer tritt zum 1. Juli die Nachfolge von Michael Höllerer an, der zu dem Zeitpunkt sein neues Amt als CEO der Raiffeisenbank International (RBI) übernimmt. Hauer arbeitet seit 2011 im österreichischen Raiffeisensektor, bei der RLB NÖ-Wien war der Jurist ab 2018 als Vorstandsdirektor für das Geschäft mit Verbrauchern und kleinen und mittelgroßen Unternehmen zuständig. Sein Vorgänger Höllerer war bis Februar auch im Aufsichtsrat des angeschlagenen deutschen Agrarhändlers und Baumarktbetreibers Baywa.
BDU-Geschäftsklimaindex mit verbessertem Ausblick
Das Geschäftsklima im Consulting ist im 4. Quartal 2025 nur knapp über dem Niveau des Vorjahres geblieben. Mit 88,7 Punkten übertraf der Index des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) die Zahlen für Oktober bis Dezember 2024 um 1,7 Punkte, er blieb aber 1,6 Punkte hinter dem Vorquartal zurück. Besonders robust fielen der Index mit 106 Punkten für Sanierungsberatungen und mit 93 Punkten für IT-Beratungen aus; beide legten um mehr als 3 Punkte zu. Schlusslicht bilden die HR-Beratungen mit einem Indexwert von 82 Punkten. Rund 30 Prozent der Beratungsunternehmen erwarten für 2026 einen günstigeren Geschäftsverlauf.
Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.

