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Ferdinand Oetker verlässt Bankhaus Lampe

Ferdinand Oetker zieht sich aus dem operativen Geschäft der Lampe-Bank zurück.
picture alliance/APA/picturedesk.com

Ferdinand Oetker verlässt das zum Bielefelder Oetker-Konzern gehörende Bankhaus Lampe Ende Januar. Er wolle sich künftig „seinen eigenen unternehmerischen Interessen und Zielen widmen“, wie eine Sprecherin des Instituts gegenüber FINANCE bestätigte. Wer seine Aufgaben übernimmt, steht noch nicht fest.
 
Ferdinand Oetker (42) ist der zweitjüngste Spross des verstorbenen Unternehmers Rudolf-August Oetker. Nach Stationen bei mehreren Finanzdienstleistern war er im Jahr 2004 beim Bankhaus Lampe eingestiegen. Seit 2009 ist der studierte Ökonom Generalbevollmächtiger der Bank und betreut in dieser Funktion unter anderem vermögende Privatkunden.

Bericht: Streit unter Oetker-Geschwistern als Ursache?

Trotz der Aufgabe seines Postens werde Oetker aber weiterhin Gesellschafter bleiben, sagte die Sprecherin. Die Lampe-Bank befindet sich mehrheitlich im Besitz der August Oetker KG sowie der acht Kinder von Rudolf-August Oetker, der 1949 die Mehrheit an dem Geldhaus übernommen hatte.

Zwischen dem älteren Erbenstamm aus den ersten beiden Ehen von Rudolf-August Oetker und den Kindern aus der dritten und letzten Ehe Oetkers gibt es immer wieder Streit über die Unternehmensstrategie, die nach Spekulationen des Handelsblatts nun auch den Rückzug von Ferdinand Oetker aus dem operativen Geschäft der Bank ausgelöst haben könnten. Zu persönlichen Gründen des Ausscheidens wollte sich die Sprecherin jedoch nicht äußern.

sarah.nitsche[at]finance-magazin.de