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Top-Investmentbanker Stefan Müller geht zu Moelis

Neuer Rising Star im Frankfurter Bankenviertel? Die US-Boutique Moelis verstärkt sich mit Top-Investmentbanker Stefan Müller.
Gionnixxx/Thinkstock/Getty Images

Das langjährige Aushängeschild der Bank of America Merrill Lynch (BofA) im deutschen Markt, Stefan Müller, heuert als Investmentbanking-Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei der Corporate-Finance-Boutique Moelis an. In gleicher Funktion hatte der 50-Jährige zuvor sechzehn Jahre lang für die BofA gearbeitet, bevor er der Bank diesen Januar den Rücken kehrte. Nun ist sein Gardening Leave zu Ende. Seine Nachfolge hatte die BofA vor wenigen Wochen intern geregelt: Marc-Olivier Regulla rückte an die Spitze des deutschen Investmentbankings der Amerikaner. 

Müller ist einer der bekanntesten Investmentbanker Deutschlands und hat zahllose CEOs und CFOs bei M&A-Deals und komplexen Finanzierungstransaktionen beraten. Seine Karriere startete Müller bei Dresdner Kleinwort Wasserstein in Frankfurt und London.

Stefan Müller soll Moelis in Deutschland größer machen

Für die Deutschlandaktivitäten von Moelis ist die Berufung Müllers ein großer Schritt. Die Corporate-Finance-Boutique aus den USA – erst im Jahr 2007 von Wall-Street-Star Ken Moelis, einem Ex-Banker der UBS, gegründet – ist seit vier Jahren mit einem eigenen Büro in Frankfurt vertreten. Prominentester Banker ist dort bislang Jan Caspar Hoffmann, der seit Anfang 2015 das M&A-Team von Moelis in Deutschland anführt. Hoffmann kam von der Société Générale, hat wie sein neuer Kollege Müller aber auch eine Vergangenheit bei Merrill Lynch.

Das deutsche Team von Moelis umfasst bislang nur zehn Mitarbeiter, die Europazentrale liegt in London, wo nach Moelis-Angaben 100 Menschen für das Beratungshaus arbeiten. Weltweit beschäftigt die Investmentboutique rund 650 Mitarbeiter. Moelis konzentriert sich vor allem auf Mandate aus den Sektoren Industrie, Chemie, Healthcare und Hightech. Neben M&A-Deals beraten die Amerikaner auch bei Restrukturierungen und Refinanzierungen. FINANCE-Informationen zufolge war Moelis unter anderem bei den Umschuldungen von Apcoa und IVG beteiligt.

„Deutschland, Österreich und die Schweiz sind wichtige strategische Märkte für uns“, lässt sich Firmenchef Ken Moelis zitieren, dessen persönliches Vermögen auf fast eine halbe Milliarde US-Dollar taxiert wird. Er kündigt an, dass er „die globale Präsenz von Moelis weiter ausbauen“ möchte.      

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