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Weg frei für Fusion der DZ Bank und WGZ

Für DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch (links) und WGZ-Bank-Chef Hans-Bernd Wolberg ist die Fusion in trockenen Tüchern.
DZ Bank

Der Fusion der beiden größten deutschen Genossenschaftsbanken DZ Bank und WGZ Bank steht endgültig nichts mehr im Weg. Wie die DZ Bank am heutigen Mittwoch mitteilte, haben auf der Hauptversammlung 99,99 Prozent des anwesenden Kapitals dem Zusammenschluss zugestimmt.

Die Absegnung des M&A-Deals galt nur noch als Formalie, nachdem am gestrigen Dienstag bereits die Eigentümer der kleineren WGZ dem Merger zugestimmt hatten. Im Vorfeld hatte es seitens der WGZ Unsicherheiten gegeben, da sich rund 90 Manager in einem Brandbrief gegen die Fusion ausgesprochen hatten. Den geplanten Zusammenschluss hatten DZ Bank und WGZ im vergangenen Herbst angekündigt.

DZ Bank hat ehrgeizige Ziele für das Firmenkundengeschäft

Anfang August wird die fusionierte DZ Bank erstmals am Markt auftauchen. Zu der Genossenschaft zählen dann über 1.000 Volks- und Raiffeisenbanken. Gemessen an der Bilanzsumme von knapp 500 Milliarden Euro wird es das drittgrößte Institut in Deutschland nach der Deutschen Bank und der Commerzbank.

Die DZ Bank und WGZ erhoffen sich durch den Merger Kostensynergien von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr. Die Integration der WGZ Bank soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Für das Firmenkundengeschäft hat sich die neue DZ Bank ehrgeizige Ziele gesetzt: Den Marktanteil will das Geldinstitut auf 25 Prozent ausbauen. Zuletzt lag dieser bei 19 Prozent.

Für die Firmenkundenchefs ergeben sich neue Aufgaben. Im Zuge des Zusammenschlusses will die Bank auch die regionale Struktur des Geschäftskundenbereichs verändern. Dieser soll in Nord- und Süddeutschland aufgeteilt werden. Die beiden Firmenkundenchefs der Geldhäuser, Stefan Zeidler (DZ Bank) und Uwe Berghaus (WGZ Bank), sollen als Vorstand dann jeweils die Verantwortung für eine Region erhalten.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

Info

Die Geschäftskunden sind bei den Banken hart umkämpft. Wie sich die Geldinstitute schlagen, erfahren Sie auf der FINANCE-Themenseite Firmenkundengeschäft.

jakob.eich@finance-magazin.de | + posts

Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Eich ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury. Durch seine Zwischenstation bei der Schwesterpublikation „Der Neue Kämmerer“ ist 1988 geborene Journalist auch versiert beim Thema Kommunalfinanzen. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner in den Wirtschaftsmedien von Gruner+Jahr sowie in der Sportredaktion der Hamburger Morgenpost gesammelt.

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