Bald kein Orrick-Standort mehr: Die US-amerikanische M&A-Kanzlei schließt die Büros in Frankfurt und Berlin.

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29.04.15
Banking & Berater

Kanzlei Orrick schließt Büros in Frankfurt und Berlin

Entscheidung aus den USA: Die Wirtschaftskanzlei Orrick schließt die Standorte in Frankfurt und Berlin. Die betroffenen Mitarbeiter sind nicht glücklich über die Entscheidung.

Die Wirtschaftskanzlei Orrick Herrington & Sutcliffe schließt ihre Standorte in Frankfurt und Berlin. Gegenüber dem Magazin „Juve“ erklärt die US-amerikanische Kanzlei, dass sie sich auf ihre Büros in Düsseldorf und München konzentrieren will. Der Fokus soll auf den Schwerpunkten internationale M&A- und Technologietransaktionen sowie Dispute Resolution liegen, sagte der neue Chairman Mitch Zuklie gegenüber dem Magazin. Die Schließung der beiden Büros sei Teil einer weltweiten Strategieänderung.

Alle 17 von der Standortstreichung betroffenen Anwälte bekommen laut Zuklie ein Angebot, an einem anderen Standort weiterarbeiten zu können. Ob und wer diese Offerte annehmen wird, ist noch unklar. Mit einigen Abgängen ist aber durchaus zu rechnen.

Orrick-Partner aus Frankfurt und Berlin bedauern Entscheidung

„Wir bedauern die Entscheidung, ebenso wie unsere Kollegen aus Berlin“ kommentiert Benedikt Burger, Partner und Standortleiter in Frankfurt, die Entscheidung gegenüber FINANCE. „Es ist vor allem schade vor dem Hintergrund, dass damit ein profitables Büro geschlossen wird.“ Das weitere Vorgehen würde nun sorgfältig geprüft werden.

Der genaue Zeitplan für die Schließung der Standorte steht noch nicht fest. Die Gespräche darüber laufen. Möglich wäre eine Umsetzung der Pläne in der zweiten Jahreshälfte.

Orrick ist nicht die erste US-Kanzlei, die ihr deutsches Büronetz strafft: Vor zwei Jahren hatte Shearman & Sterling mit einem ähnlichen Schachzug auf sich aufmerksam gemacht. Damals waren es die Büros in Düsseldorf und München, die geschlossen wurden.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de