Miriam Bouazza ist neue Leiterin des Bereiches Legal Financial Services von KPMG Law.

KPMG Law

28.02.19
Banking & Berater

Kanzleiticker: KPMG Law, Menold Bezler, Goodwin

KPMG Law verstärkt die Legal Financial Services, Menold Bezler kooperiert mit BHP, und Goodwin baut seine Private-Equity-Praxis aus. Die wichtigsten News der großen Wirtschaftskanzleien lesen Sie im FINANCE-Kanzleiticker.

KPMG Law stärkt Legal Financial Services

Miriam Bouazza (Bild oben) ist neue Leiterin des Bereichs Legal Financial Services von KPMG Law. Bouazza kam 2009 von Hogan Lovells und verantwortete seit 2016 als Partnerin die rechtliche Finanzierungs- und Transaktionsberatung von Banken. Derzeit arbeiten im Bereich Legal Financial Services rund 50 spezialisierte Juristen, darunter acht Partner. Die Zahl der Partner in dem Bereich soll KPMG Law zufolge in den kommenden Jahren deutlich steigen.

Einen ersten Neuzugang gibt es bereits: Peter Schad verstärkt KPMG Law als neuer Senior Manager im Bereich Legal Financial Services. Die Position entspricht dem Rang eines Salary Partner in anderen Kanzleien. Er ist spezialisiert auf die Umstrukturierung von Banken sowie auf die Restrukturierung von Kreditportfolien. Schad war zuletzt bei der Depfa Bank in Dublin Chief Operating Officer und Chief Legal Officer. Davor arbeitete er bei der vom Bund gehaltenen Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement in München als Chefjurist und Leiter Compliance.

Menold Bezler kooperiert mit BHP

Die Kanzlei Menold Bezler arbeitet künftig enger mit der Stuttgarter Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft BHP zusammen. Die Kooperationspartner kennen sich seit vielen Jahren von gemeinsamen Mandaten. Die Wirtschaftskanzlei Menold Bezler kann ihr Angebot damit um Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung erweitern. Beide Partner konzentrieren sich vorwiegend auf Mandate im Mittelstand. Um die Zusammenarbeit zu fördern, sollen künftig auch einzelne Teams phasenweise zwischen den Kooperationspartnern wechseln.

Goodwin holt Gregor Klenk in die Private-Equity-Praxis

Der auf Private Equity und Venture Capital spezialisierte Gregor Klenk verstärkt die Kanzlei Goodwin in Frankfurt. Klenk wechselt von Latham & Watkins, wo er Partner in der Corporate-Praxis war. Bei Goodwin soll er gemeinsam mit Lars Jessen den Ausbau der Private-Equity-Gruppe in Deutschland vorantreiben. Der Jurist steigt auf Partnerebene ein. Die deutsche Goodwin-Praxis war zum Jahreswechsel 2016 mit zunächst vier Partnern gestartet und umfasst zurzeit knapp 30 Anwälte in den Fokusbereichen Private Equity, Immobilientransaktionen und Steuerrecht.

DLA Piper trauert um Claudius Paul

Der auf Private-Equity-Transaktionen spezialisierte Jurist Claudius Paul ist im Alter von 47 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Er war zuletzt seit Mai 2017 Partner in der Corporate-Praxis von DLA Piper in Frankfurt. Zu seinen vorherigen Stationen zählten Freshfields Bruckhaus Deringer, Broich Bezzenberger und K&L Gates, wo er 2013 den Sprung zum Partner schaffte.

Dentons holt Bankrechtler Holger Schelling

Die Kanzlei Dentons holt den auf Bankaufsichtsrecht und Finanzmarktregulierung spezialisierten Juristen Holger Schelling als Partner in ihr Frankfurter Büro. Er wird von März an für Dentons tätig sein. Schelling wechselt von Mayer Brown, wo er seit 2016 Counsel war. Zuvor arbeitete er bei Clifford Chance und sammelte Erfahrung als Inhouse-Jurist bei der DZ Bank. Zu seinen Mandanten gehören darüber auch Fintech-Unternehmen, die er zu Zahlungsdienstleistungen sowie zur Blockchain-Technologie berät. Das Bank- und Kapitalmarktrechtsteam von Dentons umfasst der Kanzlei zufolge inzwischen 20 Berufsträger.

Wellensiek stärkt Insolvenzverwaltung

Die Kanzlei Wellensiek hat den Rechtsanwalt Jan Roth von der Kanzlei Jost Roth und Collegen als Partner in die eigenen Reihen geholt. Er wird als Insolvenzverwalter arbeiten und zudem den neuen Geschäftsbereich Nachlassvermögensverwaltung führen. Mit ihm wechseln die Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter Daniel Wozniak und Moritz Polonius sowie Silke Wehdeking als Partner zu Wellensiek, sie bringen in ihren Teams noch weitere sechs Rechtsanwälte mit.

Durch den Zusammenschluss verstärkt sich die Sozietät in den Geschäftsfeldern Restrukturierung, Treuhandschaften und Insolvenzverwaltung und gewinnt den Bereich Nachlassvermögensverwaltung hinzu. Insgesamt arbeiten dann zehn Insolvenzverwalter an bundesweit elf Standorten für die Kanzlei.

M&A-Anwältin Kirsten Girnth verlässt Bryan Cave

Die Transaktionsanwältin Kirsten Girnth steigt als Equity-Partnerin bei der Kanzlei Rittershaus in Frankfurt ein. Die 51-Jährige war von 2005 bis 2016 Partnerin bei DLA Piper, wo sie bis zur Co-Leiterin der deutschen Corporate-Praxis aufstieg. 2016 wechselte sie zu der Kanzlei Bryan Cave, die im vergangenen Jahr mit Berwin Leighton Paisner fusionierte. Die aus dem Merger entstandene Kanzlei Bryan Cave Leighton Paisner musste in Deutschland kürzlich bereits den Abgang des M&A-Anwalts Tobias Fenck verkraften, der mit zwei Associates zu Görg wechselte.

Andreas Löhdefink wechselt zu Gleiss Lutz

Der auf M&A-Deals spezialisierte Andreas Löhdefink, bislang M&A-Partner bei Shearman & Sterling, istin die Partnerschaft von Gleiss Lutz gewechselt. Seit Ende Februar ist er für seinen neuen Arbeitgeber tätig. Löhdefink war seit 2010 bei Shearman & Sterling in Frankfurt, seit Januar 2014 war er Partner.

Dentons eröffnet Büro in Düsseldorf

Die Wirtschaftskanzlei Dentons hat jetzt auch ein Büro in Düsseldorf. Es ist der vierte deutsche Standort neben Berlin, Frankfurt und München. Zunächst arbeiten in Düsseldorf sieben Anwälte um Managing Partner Andreas Haak und Partner Sascha Grosjean. Beide waren zuvor für Taylor Wessing tätig, Haak war dort örtlicher Geschäftsführer in Düsseldorf. In den kommenden Monaten soll das Team unter anderem um Experten im Bereich Corporate und M&A ergänzt werden.

Von Raven leitet Rechtsbereich bei Mazars

Der Jurist Rudolf von Raven ist neuer Leiter des Geschäftsbereichs Law bei Mazars in Deutschland. Er folgt auf Klaus-Lorenz Gebhardt, der künftig den Bereich „Digitale Transformation“ verantworten wird. Von Raven gehört bereits seit drei Jahren zur Geschäftsführung und war zuletzt für den Standort Dresden verantwortlich, den er auch weiterhin leiten wird.

BBL holt Insolvenzrechtler Hölck

Jan Hölck verstärkt als Partner die Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff in Hamburg. Der Spezialist für Arbeits- und Insolvenzrecht war zuvor seit 2013 Partner bei Kolaschnik und Partner Rechtsanwälte, zu seinen weiteren Stationen zählen Nehls Rechtsanwälte sowie Johlke, Niethammer und Partner. Hölck ist seit vielen Jahren als Prozessanwalt für verschiedene Insolvenzverwalter tätig. Er vertritt zudem Vorstände bei Haftungsfragen.

Von Prittwitz steigt bei Gütt Olk Feldhaus auf

Gütt Olk Feldhaus hat Adrian von Prittwitz zum Partner ernannt. Er berät Unternehmen und Private-Equity-Investoren zu M&A- und Kapitalmarktrecht. Er ist seit 2016 bei der Kanzlei und begleitete unter anderem den Verkauf der Versandapotheke Medpex an DocMorris und den Einstieg der Allianz als Lead-Investor bei der Online-Bank N26. Vor seinem Wechsel zu Gütt Olk Feldhaus war von Prittwitz bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Hamburg.

Finanzrechtler Kusserow wechselt zu Mayer Brown

Der auf Banken- und Finanzrecht spezialisierte Berthold Kusserow wird Senior Counsel im Frankfurter Büro von Mayer Brown. Er soll die Praxisgruppe „Banking & Finance“ bei Kapitalmarkttransaktionen, Asset-Based-Finanzierungen und der strategischen Beratung unterstützen. Zu seinen vorherigen Stationen zählen unter anderem Berwin Leighton Paisner, Allen & Overy und Linklaters.

Weitere Personalien und News

Der M&A-Spezialist Tim Arndt verlässt einem Bericht des Fachportals „Juve“ zufolge die Kanzlei White & Case, für die er zuletzt als Partner in Frankfurt tätig war. Arndt soll künftig als Partner das New Yorker Büro von DLA Piper verstärken und das deutsch-amerikanische Transaktionsgeschäft ausbauen helfen. Der genaue Zeitpunkt seines Wechsels stehe noch nicht fest.

Stephan von Marschall wechselt als Counsel zu Eversheds Sutherland in Hamburg, wo er den Bereich Litigation & Dispute Management verstärkt. Er war zuvor Salary-Partner bei Taylor Wessing. Zu seinen Schwerpunkten zählen Post-M&A-Streitigkeiten sowie der deutsch-französische Wirtschaftsverkehr.

Hilke Schmitt ist neu als Counsel im Bereich Corporate/M&A bei King & Wood Mallesons in Frankfurt. Sie berät Mandanten bei M&A- und Private-Equity-Transaktionen sowie Restrukturierungen. Vor ihrem Wechsel war sie von 2011 bis 2018 als Rechtsanwältin im Bereich Deal Advisory bei KPMG Law.

Die Frankfurter Bank- und Finanzpraxis von Simmons & Simmons hat Verstärkung bekommen. Jens Gölz ist als neuer Partner an Bord. Er war zuvor Counsel bei Allen & Overy. Der Jurist ist auf die Beratung von Finanzinstituten sowie auf den Energiesektor spezialisiert.

Anouschka Zagorski ist neue Leiterin des English Finance Law Teams von Freshfields Bruckhaus Deringer in Wien. Sie verantwortet die englisch-rechtliche Beratung der Sozietät in den Bereichen Banking, strukturierte Finanzierungen und Restrukturierungen mit Fokus auf Zentral- und Osteuropa. Zagorski war zuvor unter anderem für Baker & McKenzie tätig.

Taylor Wessing arbeitet künftig im Rahmen einer strategischen Allianz mit der US-Kanzlei Wilson Sonsini Goodrich & Rosati (WSGR) zusammen. Die Kanzleien haben eine Kooperation für transatlantische Technologie- und Life-Sciences-Transaktionen geschlossen. Taylor Wessing hat in den USA derzeit eine Repräsentanz in Menlo Park sowie eine Niederlassung in New York. WSGR mit Hauptsitz in Palo Alto beschäftigt weltweit in 16 Büros über 800 Anwälte.

Stefan Kirsten, der mehrere Jahre lang für Clifford Chance Mandanten in Schiedsgerichtsverfahren begleitet hat, wird Head of Germany & Nordics bei dem Prozessfinanzierer Nivalion. Kirsten leitete seit 2012 die Nordic Group von Clifford Chance, 2017 gründete er eine eigene Boutique. Nivalion hat die Position neu geschaffen.

Christian Stretz ist neuer Salary Partner bei der Kanzlei Ego Humrich Wyen. Der 37-jährige Rechtsanwalt war zuvor Senior Associate bei Hengeler Mueller. Sein Schwerpunkt liegt auf Post-M&A-Auseinandersetzungen und kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten.

Jan Byok hat das deutsche Management-Team von Bird & Bird turnusgemäß verlassen. Für ihn tritt Patentrechtler Oliver Jan Jüngst in das Führungsgremium ein. Jüngst ist seit 2002 bei der Kanzlei.

Der auf M&A-Deals spezialisierte Thyl Haßler verstärkt von März an als Local Partner die M&A-Praxis von White & Case in Düsseldorf. Er war bislang Senior Associate bei Allen & Overy. Sein Schwerpunkt liegt auf der Beratung von Unternehmen und PE-Investoren bei internationalen Transaktionen und Joint Ventures.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

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