Maximilian Findeisen verstärkt seit dieser Woche als Partner den Bereich Corporate/M&A bei Eversheds Sutherland.

Eversheds Sutherland

02.10.18
Banking & Berater

Kanzleiticker: Eversheds Sutherland, Hyazinth, Görg

Eversheds Sutherland holt Maximilian Findeisen als M&A-Partner, Dentons verliert einen M&A-Anwalt an Hyazinth und Görg holt den Private Equity-Anwalt Tobias Fenck: Der FINANCE-Kanzleiticker zeigt die wichtigsten Wechsel in den Unternehmens- und Kapitalmarktbereichen der Wirtschaftskanzleien.

Maximilian Findeisen wird Eversheds-Sutherland-Partner

Maximilian Findeisen (Bild oben) ist seit dieser Woche neuer Partner bei Eversheds Sutherland. Er verstärkt den Bereich Corporate/M&A in Düsseldorf. Findeisen war zuletzt Partner bei MKRG Mütze Korsch, zuvor arbeitete er für Hogan Lovells und Hengeler Mueller. Findeisen berät Finanzinvestoren, Industrieunternehmen sowie Family Offices bei Transaktionen. Mit Findeisens Verpflichtung will Eversheds Sutherland die Betreuung von Mandanten im Rheinland verstärken. Die deutsche Corporate/M&A-Praxisgruppe umfasst der Kanzlei zufolge derzeit rund 30 Anwälte, davon neun Partner.

Norton Rose Fulbright baut Banking & Finance aus

Michael Born verstärkt als Of Counsel in Frankfurt den Bereich Banking & Finance von Norton Rose Fulbright. Er berät schwerpunktmäßig Finanzdienstleister zu regulatorischen Fragen insbesondere im Bankaufsichtsrecht. Norton Rose Fulbright stärke die Praxis auch mit Blick auf mögliche regulatorische Folgen für Finanzinstitute durch den Brexit, sagte Banking-Partner Oliver Sutter. Der 39-jährige Born war zuletzt Senior Associate bei Hengeler Mueller. Dort war er unter anderem Teil des Beraterteams, das die chinesische Tencent Holdings im Frühjahr bei der Finanzierungsrunde des Fintechs N26 beraten hat. Es war eine der bis dato größten Eigenkapitalfinanzierungen im Fintech-Bereich in Europa.

Hyazinth holt M&A-Experten von Dentons

Die 2017 gegründete Berliner Kanzlei Hyazinth hat André Buchholtz als neuen Corporate-Partner ins Team geholt. Der Gesellschaftsrechtler war zuletzt Senior Associate im Berliner Büro von Dentons, wo er vorwiegend zu Restrukturierungen und M&A-Themen beraten hat. Zuvor arbeitete er zwei Jahre für Baker & McKenzie und war von 2012 bis 2013 als Associate für Wegnerpartner tätig. Sein neuer Arbeitgeber Hyazinth ist eine Ausgründung mehrerer früherer Wegnerpartner-Kollegen. Die Kanzlei beschäftigt derzeit neun Partner und sieben Associates.

Private-Equity-Anwalt Fenck wechselt zu Görg

Die Kanzlei Görg holt den auf M&A und Private Equity spezialisierten Anwalt Tobias Fenck als Partner an Bord. Fenck wechselt von Bryan Cave Leighton Paisner, wo er zuletzt das Frankfurter Büro geleitet hat. Die Kanzleien Bryan Cave und Berwin Leighton Paisner sind erst vor wenigen Monaten fusioniert. Gemeinsam mit Fenck wechseln die beiden Associates Markus Beyer und Robert Schindler in das Frankfurter Görg-Büro. Die M&A/Private Equity/Corporate-Praxis der Kanzlei wächst durch die Neuzugänge auf mehr als 70 Anwälte.

Neues Managementteam für Hogan Lovells

Hogan Lovells stellt das Management in Deutschland neu auf. Mit Stefan Schuppert bekommt die Kanzlei erstmals einen Managing Partner Germany. Schuppert leitete bislang das Büro in München. Dort übernimmt nun der auf Restrukturierungen spezialisierte Heiko Tschauner die Leitung. Er verantwortet bei Hogan Lovells die deutsche Praxisgruppe Restrukturierung und Insolvenzrecht. In Hamburg wird Christian Stoll neuer Büroleiter, er übernimmt von Susanne Karow.

KPMG Law expandiert in Frankfurt

Die Anwaltsgesellschaft KPMG Law übernimmt die Frankfurter Beratung Otto Henning, die auf Strategie- und Organisationsberatung für Anwaltskanzleien sowie Rechtsabteilungen in Unternehmen fokussiert ist. KPMG Law erwirbt auch die Marke Otto Henning. Als Equity-Partner kommt Andreas Bong mit an Bord.

Auch die Rechtsberatung von Banken und Finanzdienstleistern hat seit dem 1. Oktober in Frankfurt Zuwachs. Andreas Wieland ist von White & Case gewechselt, wo er seit 2013 tätig war und seit 2016 als Partner das Finanzaufsichtsrecht in Frankfurt verantwortete. Zuvor war Wieland gut zehn Jahre bei Shearman & Sterling. Bei KPMG Law soll er Banken insbesondere zu regulatorischen Herausforderungen bei der Digitalisierung beraten.

Benjamin Leuchten wird Counsel bei Ashurst

Benjamin Leuchten hat sich zum 1. Oktober als Counsel dem Bereich Private Equity der Kanzlei Ashurst angeschlossen. Der 37-Jährige wird in München zum Schwerpunkt Corporate Transactions arbeiten. Zuvor war er als Anwalt für M&A und Private Equity bei Milbank, Tweed, Hadley & McCloy tätig. Leuchten beriet zuletzt unter anderem den PE-Investor Advent International bei der Übernahme der Gasmotorensparte Jenbacher von General Electric. 2017 beriet die Reiff Gruppe beim Verkauf des Autotechnik-Bereichs an den Finanzinvestor Bain Capital, und 2016 begleitete er Goldman Sachs und PAI Partners beim Verkauf des Baustoffproduzentin Xella an Lone Star. Zur Corporate-Abteilung von Ashurst zählen der Kanzlei zufolge aktuell fünf Partner, fünf Counsel und zehn Associates.

Allen & Overy verliert Daniel Busse

Der auf Konfliktlösung im Rahmen von M&A-Deals spezialisierte Daniel Busse will Allen & Overy offenbar verlassen und sich selbstständig machen. Wie das Fachportal „Juve“ berichtet, will der 48-Jährige zum März eine eigene Kanzlei in Frankfurt gründen, die etwa zehn Anwälte umfassen soll. Busse war 2010 zu Allen & Overy gekommen und gilt als prominentes Gesicht im Markt. In den zurückliegenden Jahren hat er sich immer stärker auf Verfahren vor Schiedsgerichten spezialisiert.

Weitere Personalien

Die Wirtschaftskanzlei FPS baut ihre Praxisgruppe Gesellschaftsrecht/M&A in Frankfurt mit Philipp Weber als Associate Partner aus. Weber war zuletzt bei Hogan Lovells tätig und beriet im Schwerpunkt Banken und Finanzdienstleister. Unter anderem war er Teil des Teams, das 2017 den Verkauf des Zahlungsdienstleisters Concardis an die PE-Investoren Advent International und Bain Capital begleitet hat. Für FPS arbeiten mehr als 130 Rechtsanwälte und Notare in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg.

Joachim Homeister ist neuer Partner der Berliner Kanzlei Bottermann Khorrami. Er war zuletzt als Sozius in den Bereichen Corporate/M&A und Real Estate bei Dentons in Berlin und Moskau tätig und soll seine Kenntnisse des russischen Marktes bei seinem neuen Arbeitgeber einbringen.

Der Kapitalmarktrechtler Dennis Kunschke verlässt Allen & Overy und schließt sich DLA Piper an, wo er als Partner im Bereich Finanzaufsichtsrecht tätig sein wird. Spätestens zum 1. Dezember dieses Jahres soll er bei seinem neuen Arbeitgeber anfangen. Kunschke arbeitete von 2009 bis 2013 als Referent bei der Bafin und wechselte 2013 zu Allen & Overy. Mit ihm wechselt Senior Associate Elena Bachmann zu DLA Piper.

Denis Bacina ist nach zehn Jahren bei PwC Legal als Partner in die Frankfurter M&A-Praxis von Luther gewechselt. Weitere Stationen absolvierte er zuvor bei Linklaters sowie Weil Gotshal & Manges. Bacina berät regelmäßig bei M&A-Deals im Restrukturierungsumfeld und soll den Bereich Distressed M&A bei Luther verstärken.

Der M&A- und Private-Equity-Anwalt Armin Fary ist neuer Partner bei SNP Schlawien in München. Er wechselte von der Kanzlei Dechert, für die er seit 2014 als Associate tätig war. Zuvor arbeitete Fary bei Norton Rose Fulbright.

Die Kanzlei Allen & Overy hat Janis Petrowsky und Michael Weiß als Counsel an Bord geholt. Petrowsky verstärkt die Bankaufsichtsrechtspraxis der Kanzlei, Weiß schließt sich der Corporate/M&A-Praxis an. Beide kommen von Linklaters, wo sie als Managing Associates tätig waren.

Der Düsseldorfer Partner Peter Dieners wird die deutsche Praxis der Kanzlei Clifford Chance für weitere vier Jahre als Managing Partner führen. Der 56-Jährige leitet das Deutschlandgeschäft seit 2014. Clifford Chance zufolge hat die deutsche Praxis ihre Profitabilität in diesem Zeitraum deutlich gesteigert. In Deutschland ist die Kanzlei mit rund 300 Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Solicitors an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt am Main und München vertreten.

White & Case holt Tilman Kuhn von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton als Verstärkung für die Kartellrechtspraxis. Kuhn wird zum 1. November 2018 als Partner am Standort Düsseldorf anfangen. Er ist spezialisiert auf Fusionskontrollverfahren sowie Verfahren vor der EU-Kommission und wird daher auch aus dem Brüsseler Büro heraus tätig sein.

Thomas Brunn ist neu im M&A-Team von PwC Legal. Der 44-Jährige arbeitet als Local Partner in Düsseldorf. Sein Schwerpunkt sind M&A-Deals im Energiesektor. Brunn war zuletzt Partner bei CMS Hasche Sigle, zuvor arbeitete er bei Clifford Chance. In München hat PwC Legal zuletzt einen M&A-Experten an einen Wettbewerber verloren: Senior Manager Andreas Kupsch ging als Non-Equity-Partner zu Keller Menz. Kupsch berät zu M&A-Transaktionen und Umstrukturierungen.

Dentons verstärkt seinen M&A-Bereich mit Philipp Becker. Er steigt als Sozius ein und wechselt von dem Versicherer AIG. AIG Deutschland ist seit mehreren Jahren Mandant von Dentons. In der Kanzlei soll Becker seine Erfahrung in der Versicherung komplexer M&A-Transaktionen (W&I-Insurance) einbringen. Zuvor war Becker als Transaktionsanwalt mit Fokus auf Private Equity tätig. Becker, der einige Zeit in Kopenhagen gearbeitet hat, soll zudem die Beratungspraxis der Kanzlei im skandinavischen Raum ausbauen. Dentons beschäftigt nach eigenen Angaben im Bereich Corporate/M&A zurzeit 65 Juristen an drei deutschen Standorten, darunter 23 Partner.

Osborne Clarke verstärkt das Berliner Büro mit zwei Spezialisten für IT-Recht und Datenschutz. Hans-Christian Woger kommt als Counsel von CMS Hasche Sigle, Benjamin Schaum wechselt als Associate zum 1. Oktober von Ernst & Young. Das Berliner Büro soll in den neuen Räumen am Schinkelplatz noch weitere Verstärkung bekommen.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Beförderungen, Wechsel, Standortveränderungen: Die wichtigsten Neuigkeiten aus den finanzierungs- und transaktionsbezogenen Desks der großen Wirtschaftskanzleien in Deutschland lesen Sie in unserem Kanzleiticker.