Rödl & Partner übernimmt die dänische Kanzlei Henckel & Witt in Kopenhagen.

Quelle/Roedl & Partner

14.02.20
Banking & Berater

Rödl & Partner eröffnet Büro in Dänemark

Rödl & Partner eröffnet einen eigenen neuen Standort in Dänemark. Die Nummer 6 der WP- und Beratungshäuser verfolgt damit ihre in der Branche unübliche Expansionsstrategie weiter.

Das WP- und Beratungshaus Rödl & Partner baut seine Präsenz in Skandinavien aus: Die Nürnberger Next-Ten-Gesellschaft übernimmt die in Kopenhagen ansässige Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei Henckel & Witt. Die Kanzlei läuft damit ab sofort unter dem Namen Rödl & Partner Danmark A/S und übernimmt die Wirtschaftsprüfung, das Rechnungswesen sowie die Unternehmens- und Steuerberatung für Rödl & Partner-Mandanten in Dänemark. Die beiden Gesellschafter Claus Witt und Gitte Henckel werden zu Managing Partnern bei Rödl & Partner.

Rödl & Partner erweitert Angebot in Dänemark

In Dänemark hatte die Gesellschaft bisher noch kein eigenes Büro, kooperiert aber schon seit 2017 mit der Anwaltskanzlei Lead Rödl & Partner. Durch diese Zusammenarbeit, die auch weiterhin bestehen soll, sowie die Übernahme von Henckel & Witt kann Rödl & Partner nun das gesamte Angebotsportfolio von Wirtschaftsprüfung, Rechnungslegung, Unternehmens-, Steuer- und Rechtsberatung sowie Buchhaltung anbieten.

Für das Next-Ten-Haus ist die Übernahme von Henckel & Witt „eine lang ersehnte Erweiterung unseres Geschäfts in der baltischen Region“, erklärt Jens Pastille, Managing Director bei Rödl & Partner für das Baltikum und die Nordischen Staaten. Rödl & Partner ist bereits seit 1993 in den nordischen Staaten präsent. Damit wächst die Zahl der internationalen Niederlassungen nach eigenen Angaben auf insgesamt 111 in mehr als 50 Ländern.

Rödl & Partner glaubt nicht an Netzwerke

Mit der Strategie, Auslandstandorte zu unterhalten und auf diese Art auch anorganisch zu wachsen, ist Rödl & Partner unter den WP- und Beratungshäusern eine Ausnahme. Die sechstgrößte Prüfungs- und Beratungsgesellschaft in Deutschland setzt auf eigene Töchter, um die Kunden – meist deutsche Familienunternehmen und Mittelständler, die im Ausland Töchter unterhalten – international zu betreuen. Somit fließen die Einnahmen auch direkt in die Unternehmensumsätze.

Die Konkurrenten hingegen decken ihr Auslandsgeschäft meist über große Netzwerke ab. Das hat den Vorteil, dass nicht erst mühevoll und kostspielig eigene Büros aufgebaut werden müssen, man aber trotzdem mit Spezialisten weltweit zusammenarbeiten kann. Dafür ist der Durchgriff auf die Partnerunternehmen nicht immer so gut, wie gewünscht.