Die Wirtschaftsprüferbranche steht vor einer schwierigen Zeit: Wie wird die Coronakrise und der Bilanzskandal bei Wirecard sie verändern?

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FINANCE+ 20.07.20
Banking & Berater

So gehen Wirtschaftsprüfer mit Wirecard und Corona um

Deutschlands Wirtschaftsprüfer sind auch im vergangenen Jahr stark gewachsen. Doch 2020 könnte sich das ändern, denn Corona und der Wirecard-Skandal belasten die Branche. Wie geht sie damit um?

Seit vielen Jahren dominieren die Digitalisierung, der Ausbau des Beratungsgeschäfts und die Prüferrotation die Agenda bei Deutschlands Wirtschaftsprüfungs- und Beratungshäusern. Nun ist das alles in den Hintergrund gerückt: Die Branche steht durch das Coronavirus und den Bilanzskandal bei Wirecard vor einschneidenden Veränderungen.

Sowohl große als auch mittelständische Häuser fürchten einen Reputationsschaden für die gesamte Branche, weil Wirecards Wirtschaftsprüfer EY die Bilanzungereimtheiten bei dem insolventen Dax-Konzern nicht schon früher entdeckt hat. EY selbst steht enorm unter Druck und ist mit einer Vielzahl von Anlegerklagen konfrontiert. Es dürfte zu größeren Umwälzungen kommen, deren Folgen sich jetzt noch gar nicht absehen lassen.

Big Four outperfomen die Wettbewerber

Dagegen war 2019 eitel Sonnenschein. Das zeigt die Untersuchung von Lünendonk & Hossenfelder, der jährlich Trends im Wirtschaftsprüfermarkt analysiert. Zudem veröffentlicht der Marktforscher ein Umsatz-Ranking der 25 größten WP-Häuser in Deutschland, die sogenannte Lünendonk-Liste.

Mit Blick auf 2019 zeigt sich: Die Top 25 sind im Schnitt um 6,5 Prozent gewachsen. Diesen Wert outperformten die Big Four KPMG, PwC, Deloitte und EY, die alleine ein Plus von 9,4 Prozent verzeichneten. Allerdings zeigen sich innerhalb der vier Gesellschaften zum Teil deutliche Unterschiede.

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