Der Bilanzskandal bei Wirecard hat den deutschen Kapitalmarkt erschüttert – nun drohen Folgen für die Big Four und Next Ten.

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FINANCE+ 22.02.21
Banking & Berater

So verändert eine häufige Prüferrotation den WP-Markt

Geht es nach Olaf Scholz, sollen Unternehmen schon alle zehn Jahre ihren Abschlussprüfer wechseln, um Skandale wie Wirecard zu verhindern. Was hieße das für Prüfqualität und Marktverteilung der Big Four und Next Ten?

Viel wird darüber diskutiert, wie man ein Wirecard 2.0 verhindern kann. Im größten Bilanzskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte haben etliche Kontrollinstanzen versagt – Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsräte, Bafin, DPR und mehr. Geht es nach Bundesfinanzminister Olaf Scholz, sollen sie alle reformiert werden – so steht es zumindest im Regierungsentwurf zum „Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität“ (FISG), salopp auch als „Wirecard-Gesetz“ bezeichnet. Das Gesetz soll noch bis zur Bundestagswahl im September verabschiedet werden – Marktbeobachter glauben, dass es nur noch marginale Änderungen daran geben wird, wenn überhaupt. 

Unternehmen sollen Abschlussprüfer öfter wechseln

Besonders die Wirtschaftsprüferbranche soll an die Kandare genommen werden. Kein Wunder, herrscht in der Öffentlichkeit doch große Aufregung darüber, dass Wirecards langjähriger Prüfer EY die Hinweise auf einen Betrug so lange nicht gesehen hat.

Eine zentrale geplante Maßnahme für die WP-Branche betrifft die Rotationsfrist: Nach dem Willen von Olaf Scholz sollen Unternehmen künftig nach spätestens zehn Jahren ihren Prüfer wechseln. Welche Folgen hätte dies für die Qualität der Wirtschaftsprüfung? Wie würde sich der Wirtschaftsprüfermarkt verändern? Und welche Big-Four- und Next-Ten-Gesellschaften könnten Verlierer oder Gewinner dieser Entwicklung sein? Unsere FINANCE-Analyse.

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