Der Private-Equity-Spezialist Philipp Gusinde wechselt zur Industrieholding Adcuram.

Adcuram

05.10.16
CFO

Adcuram holt Philipp Gusinde in den Vorstand

Der Finanzinvestor Adcuram hat einen neuen Vorstand: Der Private-Equity-Spezialist Philipp Gusinde stößt zu der Industrieholding. Mit seiner Erfahrung bei Konzernabspaltungen passt er zum Profil.

Die Industrieholding Adcuram erweitert ihren Vorstand. Ab sofort ergänzt Philipp Gusinde das bisher fünfköpfige Führungsteam. Er wird bei dem Münchener Finanzinvestor gemeinsam mit den bisherigen Vorständen Thomas Probst, Florian Meise und Armin Bire den Bereich M&A und Corporate Development übernehmen.

Der 45-Jährige promovierte Betriebswirt verfügt über langjährige Erfahrung in der Beteiligungsbrache. Zuletzt war er für den Aufbau des Münchener Beteiligungsunternehmens Bregal verantwortlich, dem Investmentarm der Unternehmerfamilie Brenninkmeijer. Davor war Gusinde 15 Jahre lang für unterschiedliche  Private-Equity-Häuser tätig, darunter Apax und Bavaria Industriekapital.

Philipp Gusinde passt mit seiner Erfahrung mit Konzernabspaltungen in das Profil von Adcuram. Die Industrieholding investiert vornehmlich in Nachfolgeregelungen und Konzernabspaltungen.

Adcuram erweitert Vorstand zum zweiten Mal in einem Jahr

Die Industrieholding hat den Vorstand bereits im vergangenen Jahr erweitert. Damals stieß Armin Bire zum damaligen Vorstand dazu. Außerdem kamen Rüdiger Badke für die operative Weiterentwicklung der Beteiligungen und Stefan Weiß für die Ressorts Steuern & Recht, Rechnungswesen, Personal und IT neu an Bord.

Die Adcuram-Gruppe hält derzeit fünf Beteiligungen mit über 2.500 Mitarbeitern. Deren Umsatz liegt nach einen Angaben bei rund 500 Millionen Euro. Anders als bei klassischen Industrieholdings investiert Adcuram nicht nur aus eigenen Mitteln, sondern sammelt auch über Fonds Investitionskapital ein.
 
Ein erfolgreicher Exit gelang den Münchenern im April dieses Jahres. Adcuram verkaufte den Maschinenbauer Hennecke an den Schweizer PE-Investor Capvis. Adcuram hatte Hennecke acht Jahre zuvor von Bayer gekauft.

Wenig später – im August – wartete Adcuram mit einem überraschenderen Deal auf. Die Industrieholding verkaufte den Fenster- und Haustürenhersteller Hoco, den sie erst im Dezember vergangenen Jahres als Teil der Haas-Bauelemente-Gruppe übernommen hatte, an die Investoren Navigis und Apex. Als Grund für den schnellen Ausstieg führt der Finanzinvestor an, sich im Fenster- und Haustürgeschäft auf die Premium-Marke Bayerwald konzentrieren zu wollen, die ebenfalls Teil der Haas-Gruppe war.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Weitere News aus der PE-Branche gibt es auf unserer FINANCE-Themenseite Private Equity.