Neuer Finanzchef bei Asklepios: Hafid Rifi

Asklepios

03.03.16
CFO

Asklepios: Interims-CFO Hafid Rifi wird neuer Finanzchef

Der erst vor einem Monat berufene Interims-CFO Hafid Rifi soll jetzt regulärer neuer Finanzchef bei Asklepios werden. Es überrascht, dass er den Titel nicht gleich bekam.

Nachdem Asklepios vor rund einem Monat überraschend seinen CFO Stephan Leonhard verloren hatte, hat der Klinikbetreiber jetzt einen Nachfolger gefunden: Es ist Hafid Rifi, der bereits seit Ende Januar den CFO-Posten kommissarisch geführt hat. Er tritt das Amt mit sofortiger Wirkung an.

„Mit Herrn Rifi haben wir die perfekte Besetzung für das Amt des CFO gefunden. Ich freue mich insbesondere, dass wir diese wichtige Funktion aus unseren eigenen Reihen besetzen konnten“, lässt sich Ulrich Wandschneider, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Asklepios, zitieren.

Warum Asklepios Rifi nicht sofort zum CFO berufen hat, sondern sich vier Wochen Zeit ließ, kommentiert der Klinikbetreiber gegenüber FINANCE so: „Herr Rifi übernahm zunächst interimistisch die Aufgaben des CFO. Anschließend wurde er dem Aufsichtsrat als neuer CFO zur Wahl vorgeschlagen. Entsprechend der satzungsgemäßen Vorlauffristen wurde parallel der Aufsichtsrat zum 2. März einberufen.“ Ob es noch weitere interne oder externe Kandidaten gegeben hat, kommentierte Asklepios nicht. Ende Januar hatte die Klinikkette mitgeteilt, es stehe noch nicht fest, wer den Posten von Stephan Leonhard übernehmen werde.

Rifi ist seit September 2009 Konzernbereichsleiter für Rechnungswesen, Steuern und Controlling bei Asklepios. Im Dezember 2015 wurde er zum Geschäftsführer berufen. Der 43-Jährige ist Diplom-Volkswirt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Vor seinem Eintritt bei Asklepios war er unter anderem elf Jahre lang als Wirtschaftsprüfer bei PwC für die Beratung und Prüfung von börsennotierten Unternehmen aus dem Healthcare-Sektor, aber auch von kommunalen Klinikketten und Universitätskliniken zuständig.

Hafid Rifi gestaltete die Finanzierung von Asklepios mit

Hafid Rifi tritt in große Fußstapfen. Sein Vorgänger Leonhard hat während seiner dreizehnjährigen Amtzeit viele wichtige Projekte umgesetzt, insbesondere die Klinikkette an den Kapitalmarkt gebracht. Diese Finanzierungsquelle zu erschließen war wichtig, denn Asklepios betreibt seit 2002 eine intensive Buy-and-Build-Strategie, die durch die starke Konsolidierung am deutschen Krankenhausmarkt getrieben ist. Leonhard fädelte im vergangenen Jahr noch die größte Finanzierung in der Geschichte des Konzern ein und platzierte einen Schuldschein über 580 Millionen Euro. Im Jahr 2013 hatte Asklepios schon eine Anleihe begeben.
 
Rifi hat diese Entwicklung offenbar eng begleitet und  war in den vergangenen sechs Jahren laut Asklepios maßgeblich an der Umsetzung der Wachstumsstrategie beteiligt und beispielsweise für die Übernahme  und Integration der Mehrheitsbeteiligung an MediClin verantwortlich. Auch die Kapitalmarkttransaktionen habe Rifi entscheidend mitgestaltet und vorangetrieben, so der Konzern. 

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

Mehr über den Karriereweg von Ex-Asklepios-CFO Stephan Leonard finden Sie in seinem Profil bei FINANCe-Köpfe.