Bayer hat auf den letzten Metern der geplanten Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto festgelegt, welche Manager das stark vergrößerte Agrargeschäft in Zukunft führen werden.

Bayer AG

09.05.18
CFO

Bayer-Monsanto: Michael Schulz wird Finanzchef der neuen Agrar-Division

Bayer hat den Führungskader für das Agrarchemiegeschäft nach der Monsanto-Übernahme benannt. Der CFO der neuen Mega-Sparte kommt aus Deutschland – muss jetzt aber umziehen.

Der Bayer-Konzern bereitet sich auf die näher rückende Übernahme des US-Konzerns Monsanto vor. Der Dax-Konzern hat nun die Zusammensetzung des zwölfköpfigen Führungsgremiums verkündet, das künftig die stark vergrößerte Agrarchemiesparte „Crop Science“ leiten wird. Der langjährige Monsanto-Chef Hugh Grant wird gehen, neuer Spartenchef wird der Bayer-Manager Liam Condon. Neben dem Bayer-Crop-Science-Chef werden dem Führungsteam zehn weitere Manager sowie eine Managerin angehören.

Finanzchef der Sparte wird Michael Schulz, der diese Position bereits seit 2011 bei Bayer Crop Science bekleidet. Der 53-Jährige kam 2006 zu Bayer, davor arbeitete Schulz bei der Unternehmensberatung Gemini Consulting.

Obwohl er de facto seine Arbeit als Sparten-CFO fortführt, muss Schulz umziehen: Sein neuer Dienstsitz ist im US-amerikanischen St. Louis, dem bisherigen Konzernsitz von Monsanto.

Bayer: „Haben die fähigsten Führungskräfte ausgewählt“

Das neue Management soll einerseits das Kerngeschäft fortführen, zugleich aber Monsanto in den Bayer-Konzern integrieren. Fünf Teammitglieder stammen von dem US-Saatguthersteller, sechs von Bayer. „Wir haben die fähigsten Führungskräfte identifiziert, die am besten zusammenarbeiten können“, kommentierte Liam Condon die Auswahl der neuen Führung.

Der Monsanto-Deal, den Bayer noch im laufenden Quartal abschließen will, ist die größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen je auf ausländischem Boden getätigt hat. Der 62,5 Milliarden Dollar teure Kauf war im März diesen Jahres von der EU-Kommission unter strengen Auflagen genehmigt worden. Erst am vergangenen Freitag hatte sich Bayer zudem durch den Verkauf von Anteilen am Werkstoffhersteller Covestro 2,2 Milliarden Euro beschafft. Bevor die US-Behörden ihre Genehmigung erteilen, kann der Deal aber nicht vollzogen werden.

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