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Creditshelf-Gründer Daniel Bartsch wird CFO

COO wird CFO: Daniel Bartsch wird Finanzvorstand bei Creditshelf.
COO wird CFO: Daniel Bartsch wird Finanzvorstand bei Creditshelf. Foto: Creditshelf

Daniel Bartsch wird ab Januar 2022 die Rolle des CFOs bei Creditshelf übernehmen. Wie das Fintech bekanntgab, wird Bartsch die Aufgaben des Finanzvorstands zusätzlich zu seinen bisherigen Verpflichtungen als COO des Unternehmens übernehmen.

Der bisherige CFO von Creditshelf, Fabian Brügmann, wird das Unternehmen zum Ende dieses Jahres auf eigenen Wunsch hin verlassen. Wohin es ihn zieht, ist bisher unbekannt. Brügmann war im Januar 2018 als CFO zu dem Unternehmen gekommen, zuvor hatte er als Director der Investor-Relations-Abteilung der Commerzbank gearbeitet.

Damals hatte das Fintech, das seit Sommer 2018 an der Börse notierte, erstmals einen CFO-Posten geschaffen – allerdings war er nicht auf Vorstandsebene angesiedelt, sondern darunter. Brügmann hatte an CEO Tim Thabe berichtet. Da nun Bartsch selbst den Job des Finanzchefs übernimmt, ist die Funktion künftig auf Vorstandsebene angesiedelt. Der Creditshelf-Vorstand besteht nach wie vor aus den beiden Gründern Bartsch und Thabe.

Richard Heller unterstützt Bartsch als COO

Bevor Bartsch 2016 gemeinsam mit Thabe Creditshelf gründete, war der promovierte Betriebswirt acht Jahre lang in verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Investmentbank UBS tätig, unter anderem in Zürich und Singapur.

Nun wird Bartsch bei Creditshelf zwar – zusätzlich zu seiner CFO-Rolle – weiterhin das operative Geschäft beziehungsweise den Vertrieb leiten, er bekommt dabei aber Unterstützung: Das Fintech beruft Richard Heller als künftigen COO. Dieser wird eine Führungsebene unter Bartsch agieren, also kein Vorstandsmitglied werden. Heller war erst im September dieses Jahres zum Leiter des Firmenkundengeschäfts bei dem Fintech ernannt worden.

Creditshelf begründete das Umschichten von Kompetenzen zwischen CFO und COO gegenüber FINANCE damit, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark gewachsen sei, damit habe eine Prioritätsverschiebung stattgefunden. Das Start-up wolle in Zukunft Kompetenzen wie die Kapitalmarktkommunikation im Vorstand ansiedeln.

Creditshelf wuchs zuletzt stark

Creditshelf ist eine digitale Finanzplattform, die Kredite für mittelständische Unternehmen arrangiert. Im September dieses Jahres erreichte Creditshelf einen Meilenstein, als ein Neukreditvolumen von 100 Millionen Euro erreicht wurde. Creditshelf hatte damit in weniger als drei Quartalen die Benchmark aus 2020, rund 99 Millionen Euro Neukreditvolumen, geknackt.

FINANCE-TV

Creditshelf-Vorstand Bartsch: „Ohne KfW-Programme wird die Kreditnachfrage anziehen“

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Der Nach-Corona-Schub hat in den ersten drei Quartalen auf der Kreditplattform Creditshelf das Volumen der neu arrangierten Kredite um 60 Prozent ansteigen lassen, und schon bald steht der nächste Schub ins Haus, glaubt Vorstand Daniel Bartsch: „Die Unternehmen brauchen Kapital. Und mit dem Auslaufen der KfW-Hilfsprogramme wird auch die Kreditnachfrage aus dem klassischen Mittelstand wieder anziehen“, sagt er im Interview mit FINANCE-TV. Derzeit jedoch sind es vor allem Kredite an Wachstumsunternehmen, die Creditshelf antreiben. Warum sich so viele noch nicht profitable Wachstumsunternehmen über Creditshelf finanzieren, ob das Kreditanalyse-Tool des Fintechs dafür anders kalibriert werden muss und woher frisches Geld für die Plattform kommt, all dies erfahren Sie in unserem FINANCE-TV-Talk.

Damit befindet sich das vergleichsweise junge Unternehmen auf einem guten Weg, bald schwarze Zahlen zu schreiben: Möglicherweise erreicht Creditshelf den Breakeven-Point von 250 Millionen Euro Neukreditgeschäft pro Jahr schon 2023, glauben Marktbeobachter.

paul.siethoff[at]faz-bm.de