Dürr / Homag

28.10.14
CFO

Dürr-CFO Ralph Heuwing wird auch Homag-Chef

Neue Herausforderung für Dürr-CFO Ralph Heuwing: Der Finanzchef des schwäbischen Autozulieferers übernimmt zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben den Vorstandsvorsitz bei Homag. Der bisherige Homag-CEO Markus Flik scheidet auf eigenen Wunsch aus.

Zusatzaufgabe für Dürr-CFO Ralph Heuwing: Der Finanzchef des zuletzt erfolgsverwöhnten schwäbischen Lackieranlagenbauers übernimmt nach der Homag-Mehrheitsübernahme vor einigen Wochen im Dezember auch den Vorstandsvorsitz bei dem Schwarzwälder Maschinenbauer. Der bisherige CEO Markus Flik scheidet auf eigenen Wunsch und im gegenseitigen Einvernehmen Ende November aus, wie das Unternehmen mitteilt. Homag-CFO Hans-Dieter Schumacher hingegen bleibt an Bord.

CFO Ralph Heuwing: Prozessoptimierer und Renditetreiber

Der 48-jährige frühere Boston-Consulting-Berater  steht damit auch vor einer strategischen Herausforderung. Bei Homag soll er nach dem erfolgreich eingefädelten M&A-Deal, für den ihn FINANCE zum CFO des Monats Juli kürte , auch die operative Weiterentwicklung vorantreiben. Dürr lobt ihn als Experten für Prozessoptimierung, Integration und internationale Expansion. Heuwing selbst bescheinigt Homag noch „großes Potenzial“, das nun gehoben werden soll. Im aktuellen Geschäftsjahr erwartet der Hersteller von Maschinen zur Holzverarbeitung einen Umsatz zwischen 860 Millionen Euro und 880 Millionen Euro.

Die Transaktion bewertete Homag mit einem Unternehmenswert von rund 500 Millionen Euro. Das entspricht einem Kaufpreis-Multiple von rund 6,4 mal Ebitda auf Basis der 2013er Zahlen – ein vergleichsweise niedriger Wert im M&A-Jahr 2014 für ein stark zyklusabhängiges Unternehmen.

Bei Dürr blickt Heuwing auf eine ausgezeichnete Bilanz zurück. Seit seinem Amtsantritt 2007 wurde Dürr vom Sanierungsfall zum Börsenstar vor allem durch die erfolgreiche China-Expansion. Ablesbar ist die Erfolgsgeschichte unter anderem in den Finanzierungskosten von Dürr: Musste Heuwing die Mittelstandsanleihe 2010 den Investoren noch mit einem Kupon von 7,25 Prozent schmackhaft machen, waren es bei der Refinanzierung im März 2014 durch einen ungerateten Euro-Bond nur noch 2,875 Prozent.

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de