Ex-Balda-Vorstand Dominik Müser wird CFO bei Hansa.

Balda

26.03.14
CFO

Ex-Balda-Vorstand Dominik Müser wird CFO bei Hansa

Dominik Müser soll als künftiger CFO und CRO die Restrukturierung der Hansa Group voranbringen. Das Unternehmen befindet sich bereits seit einiger Zeit im Umbau. Nach ersten Verhandlungsergebnissen mit den Banken soll Müser den Chemikalienhersteller wieder zum Tagesgeschäft führen.

Der ehemalige CFO/CEO von Balda, Dominik Müser, wird der neue Finanzvorstand bei der Hansa Group. Müser soll bei dem Chemikalienhersteller neben seiner Aufgabe als CFO auch die Restrukturierung als CRO voranbringen. Zwar steht das genaue Eintrittsdatum für Müser noch nicht fest, doch eine Unternehmenssprecherin sagte auf Anfrage von FINANCE, dass in den nächsten Tagen mit dem Aufsichtsratsbeschluss gerechnet werden könne.

Müser übernimmt die Verantwortung für die Finanzen der Hansa Group von Thomas Pfisterer, der das Unternehmen als CEO und CFO leitete. Allerdings bleibt Pfisterer dem Unternehmen als Vorstandssprecher erhalten, heißt es bei Hansa. In seiner Zeit bei Balda seit Januar 2012 hatte Müser bis zu seiner durch den neuen Hauptaktionär Elector betriebenen Abberufung die Alleinverantwortung im Vorstand gehabt.

Der neue Finanz- und Restrukturierungsvorstand Müser findet bei Hansa keine leichte Aufgabe vor. Doch das Ziel ist klar: Es gilt möglichst schnell wieder zum „normalisierten Tagesgeschäft“ zurückzukehren, wie CEO Khodayar Alambeigi in der heutigen Mitteilung sagte.

Haircut und Kapitalerhöhung bei Hansa

Denn das Unternehmen steckt mitten in der Restrukturierung. Umsätze und Ebit sind rückläufig. So erwirtschaftete der Chemikalienhersteller in den ersten drei Quartalen 2013 einen Umsatz von rund 251 Millionen Euro, nach 325 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ebit sank nach rund 11,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 13,6 Millionen Euro. Allerdings geht ein Teil der Delle auf den Verkauf des Chemikalienhandels zum 1. Oktober 2012 zurück, wie der damalige CEO und CFO Pfisterer im FINANCE-TV-Interview erklärte.

Nachdem schon Anfang März von einem Durchbruch bei den Bankverhandlungen die Rede war, meldete Hansa heute, dass mit den finanzierenden Banken eine Vereinbarung geschlossen wurde, mit der der Rahmen für die operative und finanzielle Restrukturierung gesteckt ist.

Demnach konnte Hansa einen Haircut mit den finanzierenden Banken vereinbaren. Die Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 109 Millionen Euro sollen bis zum Spätsommer 2014 auf 46 Millionen Euro mehr als halbiert werden. Neben dieser Entschuldung ist auch eine Kapitalerhöhung von maximal 48 Millionen Euro vorgesehen.

anne-kathrin.meves [at]finance-magazin.de

Alle Infos zu den aktuellen Vorkommnissen finden Sie auf der FINANCE-Themenseite zur Hansa Group.