Nach der Übernahme von TE Connectivity, hat First Sensor einen neuen CFO. Marcus Resch übernimmt den Posten von Mathias Gollwitzer.

First Sensor

17.03.20
CFO

First Sensor findet neuen CFO bei TE Connectivity

First Sensor hat einen Nachfolger für den scheidenden CFO Mathias Gollwitzer gefunden: Marcus Resch kommt vom neuen Ankeraktionär TE Connectivity.

First Sensor hat einen neuen Finanzchef – Marcus Resch hat den CFO Posten zum 14. März für die Dauer von drei Jahren übernommen, wie der Berliner Sensorenhersteller bekannt gab. Damit löst er seinen Vorgänger Mathias Gollwitzer ab.

Gollwitzer hatte bereits im Juni 2019 angekündigt, das Unternehmen zu verlassen, sobald der Einstieg von TE Connectivity bei First Sensor vollzogen ist. Den Vollzug vermeldete das Unternehmen vor wenigen Tagen, mit über 71 Prozent ist die US-schweizerische TE Connectivity jetzt neuer Ankeraktionär bei den Berlinern. 

Marcus Resch kennt First Sensor bereits gut

Der neue Finanzchef Resch kommt nun von TE Connectivity. Er stieß 2015 zu dem Elektronikkonzern, wo er zunächst die globale Finanzplanung und Analyse der Business Unit Industrial verantwortete, bevor er als Director Business Development die Akquisition und Integration des globalen „Entrelec“-Geschäfts von ABB begleitete. Zuletzt begleitete er außerdem die Integration von TE Connectivity. Von diesen Erfahrungen werde man bei First Sensor profitieren, so CEO Dirk Rothweiler.

Marcus Resch startete seine Karriere als Wirtschaftsprüfer bei PwC. Drei Jahre später arbeitete er bei dem gesundheitlichen Dienstleister General Electric Healthcare im Bereich Controlling. Darüber hinaus hatte er ab 2009 diverse Positionen bei dem Medizintechnik- Hersteller Kinetic Concepts im Finanzbereich inne.

In seiner neuen Position als CFO bei First Sensor wird Marcus Resch neben Finanzen und Controlling auch Verantwortung in den Bereichen Personalwesen, IT, Investor Relations, Risikomanagement und Compliance übernehmen.

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Dr. Mathias Gollwitzer, First Sensor AG

Nach seiner Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg startet Mathias Gollwitzer seine berufliche Laufbahn bei dem Luft- und Raumfahrtkonzern Deutsche Aerospace in München. Ab 1995 arbeitet er bei der Ulmer Telefunken Systemtechnik. 2002 wechselt er zum heutigen Daimler-Konzern, wo er zunächst die kaufmännische Leitung der Konzernforschung übernimmt. Später verantwortet Gollwitzer unter anderem das Konzerncontrolling und führt als CFO ausländische Tochtergesellschaften.

2012 wechselt er zu dem Energiekonzern ENBW, wo er neben dem Konzerncontrolling das Transformationsprogramm des Energieunternehmens leitet. Im August 2015 wird Mathias Gollwitzer CFO des Berliner Sensorikspezialisten First Sensor. Im Juni 2016 übernimmt Gollwitzer vorübergehend das Amt des CEO, da Vorstandschef Martin Schefter seinen Vertrag nicht verlängert. Im Zuge der Übernahmegespräche mit dem Schweizer Strategen TE Connectivity kündigt Gollwitzer im Juni 2019 an, nach Abschluss des Unternehmensverkaufs Mitte 2020 First Sensor verlassen zu wollen. Im März 2020 verlässt er dann First Sensor.

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Gollwitzer begleitete Verkauf an TE Connectivity

Mit dem Antritt zum CFO löst Marcus Resch seinen Vorgänger Mathias Gollwitzer ab, der die Position fünf Jahre innehatte. Während dieser Zeit bekleidete Gollwitzer 2016 außerdem vorübergehend den Posten des CEO, nachdem Martin Schefter seinen Vertrag nicht verlängerte.

Im Frühjahr 2019 führte Gollwitzer erste Gespräche mit verschiedenen Kaufinteressenten für First Sensor. Getrieben wurde der Prozess durch den damaligen Großaktionär Deutsche Private Equity, der seine Anteile verkaufen wollte. Letztlich kristallisierte sich TE Connectvity als Käufer heraus, die für die Anteile an den Berlinern 307 Millionen Euro zahlten.

Durch den Deal will First Sensor, die vor allem im europäischen Markt aktiv ist, von der globalen Reichweite von TE Connectivity profitieren, die in Amerika und Asien präsent ist. Der Sensorikspezialist First Sensor wurde in den frühen 1990er Jahren gegründet und ist seit 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete das Unternehmen mit knapp 1.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 155 Millionen Euro. Zum Vergleich: TE Connectivity erwirtschaftete zuletzt mit rund 80.000 Mitarbeitern rund 14 Milliarden Euro.

 

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