Ein eingespieltes Team: Der vom Leiter der Investor Relations zum CFO beförderte Thorsten Boeckers (link) und der vom CFO zu CEO aufgestiegene Burkhard Lohr.

K+S

01.09.16
CFO

K+S macht Investor-Relations-Chef Thorsten Boeckers zum CFO

K+S befördert Thorsten Boeckers vom Investor-Relations-Chef zum CFO. Boeckers und der kürzlich neu berufene CEO Burkhard Lohr sind ein eingespieltes Team.

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat eine interne Nachfolgelösung für den vakanten CFO-Posten gefunden. Der Kasseler MDax-Konzern befördert Thorsten Boeckers zum 12. Mai 2017 vom Leiter Investor Relations zum Finanzchef. Der 41-jährige aus Nordrhein-Westfalen stammende Boeckers folgt auf seinen ehemaligen Chef, Burkhard Lohr, der vor kurzem zum CEO befördert wurde.

Boeckers ist ein gelernter Banker, profilierte sich in den vergangenen Jahren allerdings in der Investor-Relations-Arbeit. Vor seiner Zeit bei K+S leitete er zwischen 2009 und 2012 die Investorenkommunikation des Bonner Paketlieferanten Deutsche Post DHL. Dabei arbeitete er auch zwei Jahre in der New Yorker Niederlassung. Begonnen hatte Boeckers seine Karriere 1999 bei der Deutschen Bank als Aktienanalyst. 

Boeckers profitiert von Lohrs Aufstieg zum K+S-Chef

Nun profitiert Boeckers von der Beförderung seines ehemaligen Chefs Burkhard Lohr zum CEO. Dieser löst im Mai 2017 den bisherigen K+S-Chef Norbert Steiner an der Unternehmensspitze ab, der sich dann in den Ruhestand verabschieden wird.

Gerüchte über einen Wechsel an der Unternehmensspitze gab es schon im März dieses Jahres. Das Wirtschaftsmagazin Bilanz berichtete, dass der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Ralf Bethke mit den jüngsten Entwicklungen bei K+S unzufrieden gewesen sei. Viele Aktionäre sollen mit Steiners Entscheidung, die Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash abzuwehren, nicht einverstanden gewesen sein. Der Aktienkurs von K+S ist seitdem stark gesunken.

Hinzu kommt der anhaltende Preisverfall bei Düngemitteln. Zusätzlich verschärft wird die Situation durch fehlende Abwassergenehmigungen, die derzeit die Kaliproduktion empfindlich einschränken. Ein Unfall hat außerdem die Inbetriebnahme der neuen Kalimine in Kanada um ein halbes Jahr verzögert. Das neue Team an der Spitze hat damit einige Baustellen vor sich.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de