Alexander Kleinke ist der neue CFO der Hamburger Laborkette Amedes.

Amedes

12.06.17
CFO

Laborkette Amedes holt Ex-Jost-CFO

Amedes hat Alexander Kleinke als Finanzchef angeworben. Die Laborkette gehört seit zwei Jahren dem Pariser Finanzinvestor Antin.

Amedes hat einen neuen CFO gefunden. Wie die zweitgrößte deutsche Laborkette mitteilte, verantwortet Alexander Kleinke künftig die Finanzen der Hamburger. Zusätzlich ist er für die Ressorts Einkauf, Recht, IT und das für Amedes wichtige belgische Auslandsgeschäft zuständig. Kleinke folgt auf Matthias Störmer, der das Unternehmen 2016 verlassen hatte und zum Entsorger Tönsmeier gewechselt ist.

Neu-Finanzchef Kleinke war bis Dezember vergangenen Jahres CFO des LKW-Zulieferers Jost, der sich seit 2008 im Besitz des Private-Equity-Investors Cinven befindet. Der Investor drängt Medienberichten zufolge seit fast zwei Jahren auf den Exit. Anfang des Jahres wurde Kleinke bei Jost von Christoph Hobo abgelöst.

Zuvor war Kleinke fünf Jahre lang Vice President of Treasury & Investor Relations bei dem Duft- und Aromenhersteller Symrise, der von 2001 bis 2006 dem schwedischen Finanzinvestor EQT gehörte. In dieser Funktion begleitete Kleinke Symrises Börsengang.

Neuer Amedes-CFO Alexander Kleinke hat PE-Erfahrung

Auch Amedes hat einen Private-Equity-Hintergrund. Die Laborkette befindet sich seit rund zwei Jahren im Besitz des Infrastrukturfonds Antin, der es vom PE-Investor General Atlantic für 800 Millionen Euro erworben hatte.

Amedes verfügt über 60 Labor- und Praxisstandorte in Deutschland und Belgien und beschäftigt 3.500 Mitarbeiter. Ein besonderer Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf dem Bereich der gynäkolischen und internistischen Endokrinologie.

Antin will Amedes sieben bis acht Jahre halten

Dass ein Infrastrukturfonds sich die Laborkette gesichert hat, mag auf den ersten Blick verwundern, hat aber einen Grund: Die PE-Häuser haben so viel Geld wie noch nie zur Verfügung.

Dadurch investieren diese nicht mehr ausschließlich in Windparks und Autobahnen, sondern auch in klassische Buy-out-Geschäfte. „Mit klassischen Infrastruktur-Assets hat Amedes gemeinsam, dass es sich um eine grundlegende Dienstleistung und einen wichtigen Kernbaustein des Alltagslebens handelt. Und der Markt ist stark reguliert“, sagte die zuständige Partnerin des Pariser Investors, Angelika Schöchlin, gegenüber FINANCE. Antin will Amedes sieben bis acht Jahre halten.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

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