Martin Adam ist neuer CFO der Karlsberg-Holding.

Karlsberg-Holding/Dirk Guldner

30.03.17
CFO

Neuer Karlsberg-CFO kommt von EQT

Die Karlsberg-Holding holt sich den ehemaligen EQT-Director Martin Adam als CFO. Der Getränkehersteller ordnet den Finanzbereich neu und setzt eine Strategie um, wegen der er derzeit noch an Umsatz einbüßt.

Martin Adam übernimmt ab dem 1. Mai das Amt des CFOs der Karlsberg-Holding. Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens soll Adam den Finanzbereich der Gruppe gemeinsam mit Gerhard Theis und Frank Scheidemann führen.

Der Finanzexperte kommt von der schwedischen Private-Equity-Gesellschaft EQT, wo er als Director arbeitete. Zuvor war er über zehn Jahre bei Rothschild als Corporate-Finance-Berater tätig.

Ralph Breuling hatte Karlsberg im Januar verlassen

Die Karlsberg-Holding, die neben der Karlsberg Brauerei auch die Getränkegruppe Mineralbrunnen Überkingen-Teinach umfasst, strukturiert den Finanzbereich derzeit neu. Der ehemalige Finanzchef Ralph Breuling, der sowohl CFO der deutschen und französischen Brauereien in der Unternehmensgruppe als auch für die Finanzierung und das Treasury der Holding zuständig war, hatte das Unternehmen Ende Januar verlassen. Zuvor hatte er noch mit großem Erfolg eine neue Mittelstandsanleihe begeben.

CFO der Holding ist derzeit Gerhard Theis. Mit der Berufung von Martin Adam wird der Finanzbereich der Holding nun vorerst von einem Trio geleitet. Diesem gehört neben Adam und Theis auch Frank Scheidemann an. Theis wird im Jahr 2018 in den Ruhestand gehen.

Ab diesem Zeitpunkt wird Martin Adam den Finanzbereich für die gesamte Gruppe alleine leiten, denn auch Frank Scheidemann, Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement und Mitglied der Unternehmensleitung der Karlsberg-Gruppe, wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen. 

Karlsberg: Umsatz ist 2016 gesunken

Auf das Trio kommt eine Herausforderung zu, denn das vergangene Geschäftsjahr lief eher mau, wie die heute vorgelegten Zahlen zeigten. Die Karlsberg Brauerei musste einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen, der Jahresüberschuss halbierte sich fast auf 4,8 Millionen Euro. Allerdings war der Jahresüberschuss im Vorjahr bedingt durch einen Sondereffekt außergewöhnlich hoch. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 159,2 Millionen Euro.

Der Grund: Das Unternehmen habe verstärkt auf Geschäfte mit geringer Gewinnspanne verzichtet, insbesondere im Discountbereich. Diese Strategie will der Getränkehersteller beibehalten. Auch für dieses Geschäftsjahr erwartet Karlsberg daher einen rückläufigen Umsatz, das Ergebnis soll aber stabil bleiben.

camilla.flocke[at]frankfurt-bm.com

Ralph Breuling war bis Januar CFO der deutschen und französischen Brauereien bei Karlsberg. Bei welchen Unternehmen er noch tätig war, können Sie in seinem Profil bei FINANCE-Köpfe nachlesen.