Aurubis/Michael Lange 2007, Aurubis

27.09.17
CFO

Thyssen-Manager wird CFO bei Aurubis

Der Kupferproduzent Aurubis hat einen neuen Finanzchef gefunden. Rainer Verhoeven übernimmt den Posten, der lange Zeit nur übergangsweise besetzt war.

Der Kupferkonzern Aurubis hat ab 2018 wieder einen Finanzvorstand. Rainer Verhoeven übernimmt den Posten zum Jahresbeginn für drei Jahre. Er folgt damit auf Erwin Faust, dessen Vertrag Ende Juni aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufgehoben wurde. Seitdem besetzt der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schachler den CFO-Posten des MDax-Unternehmens interimistisch, bereits seit September vergangenen Jahres hatte der Vorstand Fausts Aufgaben übernommen.

Rainer Verhoeven kommt aus dem ThyssenKrupp-Konzern zu dem Kupferförderer. Der 48-Jährige ist seit Ende 2014 CFO bei ThyssenKrupp Electrical Steel, der Elektrobandsparte des Konzerns. Verhoeven hat sich nach einer Banklehre und dem Studium des Internationalen Managements seit 1996 bei dem Industriekonzern nach oben gearbeitet. Er begann seine Laufbahn im Finanzbereich, später war er im Konzernrechnungswesen tätig. Auch Auslandspositionen in den USA und Brasilien gehören zu seinen Stationen.

Aurubis stellt im Dezember neue Strategie vor

So hebt Aurubis-Aufsichtsratschef Heinz Jörg Fuhrmann bei Verhoeven „die vielseitige unternehmerische Erfahrung auch im außereuropäischen Ausland“ hervor. Aurubis verfügt über Produktionsstandorte in Europa und den USA, zudem über ein Service- und Vertriebsnetz in Europa, Asien und Nordamerika.

Der neue Finanzchef muss bei Aurubis eine Wachstumsstrategie sowie eine verstärkte Produktdiversifikation begleiten. Die Eckpfeiler dafür wurden im Frühjahr im Rahmen der Vision 2025 bekanntgegeben, weitere Details über das Vorhaben sollen im Dezember folgen. Ziel der Neuausrichtung ist, sich vom Kupferkonzern noch stärker zu einem Multimetallproduzenten zu entwickeln.

Aurubis hat sich auch zum Ziel gesetzt, den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 durch interne Optimierungsmaßnahmen um mehr als 200 Millionen Euro zu steigern. Nach den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres betrug das Ebitda 476 Millionen Euro.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de