Der Vertrag von Arnd Zinnhardt bei Software AG wird bis 2021 verlängert. Durch ihn wurde das Unternehmen enorm cashstark.

Software AG

05.08.15
CFO

Software AG verlängert mit CFO Arnd Zinnhardt

Arnd Zinnhardt soll bis Juli 2021 CFO der Software AG bleiben. Er ist einer der dienstältesten Finanzchefs innerhalb Deutschlands und begleitet gerade ein umfassendes Transformationsprogramm, das den TecDax-Konzern auf den Wachstumspfad zurück führen soll.

Die Software AG hat den Vertrag des 53-Jährigen CFOs Arnd Zinnhardt bis zum Juli 2021 verlängert. Seit 2002 ist Zinnhardt bereits Finanzchef des Unternehmens mit Sitz in Darmstadt und somit ist er einer der dienstältesten CFOs in Deutschland.

Als Zinnhardt bei Deutschlands zweitgrößtem Softwarehaus nach SAP anfing, war das Unternehmen bereits seit April 1999 börsennotiert. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt als CFO brachte er sie in den TecDax. Die Aktie der Software AG war somit 2003 Gründungsmitglied des TecDax. Bis zum Jahr 2010 ging es stetig aufwärts, der Jahresumsatz gipfelte 2010 bei gut 1,1 Milliarden Euro.

Arnd Zinnhardt muss Software AG wieder wachstumsstärker machen

Doch seitdem bröckelt der Umsatz stetig ab, 2014 setzte die Software AG nur noch 857,8 Millionen Euro um. Dies hat den Grund, dass das alte Stammgeschäft mit Datenbanksoftware seinen Zenit überschritten hat und unaufhaltsam abbröckelt. Der neue Hoffnungsträger – Integrationssoftware für betriebliche Prozesse auf Basis der Cloud-Technologie – entwickelt sich hingegen nicht so stürmisch wie ursprünglich erhofft. Dadurch lasten die Rückgänge im Stammgeschäft nach wie vor spürbar auf der Umsatzdynamik des Konzerns. Hinzu kamen aber auch Verkäufe von kleineren Randgeschäften, die Umsatz kosteten.

Auf der anderen Seite ist die Software AG unter der Führung Zinnhardts zu einem enorm cashstarken Unternehmen geworden, das sehr verlässlich hohe Free Cashflows in der Region von 200 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaftet. Dies lässt eine ehrgeizige M&A-Agenda zu, mit deren Hilfe Zinnhardt und sein Team immer wieder neue Anbieter und Technologien für die Software-Pakete des Konzerns zukaufen.

Die bislang wichtigste Akquisition war 2007 der  Kauf des US-Softwarehauses WebMethods für knapp 560 Millionen US-Dollar, der das Zukunftsgeschäft der Software AG entscheidend voranbrachte.

2009 übernahm die Software AG das damals drittgrößte deutsche Software-Unternehmen IDS Scheer für rund 487 Millionen Euro. Im Jahr 2011 folgte die Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Terracotta. Wie Arnd Zinnhardt erst kürzlich in einem Interview mit FINANCE-TV verriet, hält die Software AG gerade wieder intensiv Ausschau nach Übernahmezielen – darunter auch größeren Anbietern.

Arnd Zinnhardt begann seine Karriere bei Ernst & Young

Der studierte Betriebswirt Arnd Zinnhardt begann seine Karriere 1988 bei Ernst & Young. Im Jahr 1998 wurde er Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, wo er 2001 zum Leiter des Frankfurter Büros aufstieg. Von dort wechselte er schon nach kurzer Zeit zur Software AG.

Der dreifache Familienvater ist ein großer Sportenthusiast. Er versäumt kaum ein Spiel seines Lieblings-Fußballklubs Borussia Dortmund und engagiert sich seit einigen Jahren auch beim Bundesliga-Aufsteiger Darmstadt 98, dessen Hauptsponsor die Software AG ist. Zinnhardt hat schon zahlreiche Marathonläufe absolviert und in den vergangenen Jahren eine große Faszination für das Thema Leistungsdaten und Sport entwickelt. Bei Gesprächen zu Fragen, wie Trainer aus Leistungsdaten ihrer Schützlinge hilfreiche Rückschlüsse für deren Weiterentwicklung ziehen können, verbindet Zinnhardt sein berufliches Interesse für Big Data mit seiner persönlichen Sportleidenschaft.

nadine.funk[at]frankfurt-bm.com

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