Ein Wurstliebhaber, der „Malen nach Zahlen“ liebt: Sebastian Kopp, CFO des Streamingdienstes für klassische Musik Idagio, beantwortet den FINANCE-Fragebogen

Idagio/Montage FINANCE

12.02.19
CFO

CFO vor der Wahl: Sebastian Kopp, Idagio

Online-Netzwerke sind für ihn selbstverständlich, auf einen Taschenrechner kann er dagegen verzichten: Sebastian Kopp, CFO des Streamingdienstes für klassische Musik Idagio, gibt einen Einblick in seinen Berufsalltag bei dem jungen Unternehmen.

Kopfrechnen oder Taschenrechner?
Ich habe keinen Taschenrechner, dann wohl eher Kopfrechnen. 

Soziale Online-Netzwerke: nutzen oder lieber nicht?
Für mich sind Online-Netzwerke ein selbstverständlicher Kommunikationskanal.

Das Ordnungssystem auf dem Schreibtisch: verstehen nur Sie oder verstehen auch andere? 
Versteht jeder, aber auf dem liegt auch kaum etwas. Das Ordnungssystem im digitalen Bereich ist ein ganz anderes Thema. Mir ist es sehr wichtig, überall arbeiten zu können.

FINANCE-Köpfe

Sebastian Kopp, Idagio GmbH

Sebastian Kopp startet seine Karriere 2003 bei dem Industriedienstleister Bilfinger Berger. 2006 wechselt er zu eBay nach Berlin. Nach einer Station als Kaufmännischer Leiter bei Wallstreet-online in der Axel Springer Gruppe übernimmt Kopp 2010 die Leitung des Finanzbereichs bei dem Berliner Start-up Wooga, das in den folgenden vier Jahren eine Wachstumsphase durchläuft.

2014 folgt der Einstieg als CFO bei EyeEm, einer Community-Plattform für Fotografie. Seit April 2018 ist Sebastian Kopp CFO von Idagio, einem Streaming-Service für klassische Musik mit Sitz in Berlin.

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Arbeit: 40 oder 80 Stunden? 
40 Stunden (eher über 50). Peaks gibt es immer, das ist in Ordnung. Wenn es mittel- oder langfristig Richtung 80 Stunden geht, nimmt der Grenznutzen rapide ab, das bringt niemanden weiter.

Telefonieren oder Mailen?
Wenn möglich telefonieren, miteinander reden ist immer besser. 

Gourmetmenu oder Currywurst?
Currywurst. Ich bin passionierter Wurstliebhaber.

Überstunden: Früher anfangen oder länger bleiben?
Neuerdings früher anfangen. Ich bin noch dabei herauszufinden, warum das so ist.

Wie fährt es sich besser: Taxi oder eigenes Auto?
U-Bahn.

Reisen: Bungee-Jumping oder Strandkorb?
Auf jeden Fall nicht Strandkorb, zu statisch … aber deshalb gleich von der Brücke springen?

Fußball: Schauen oder spielen?
Weder noch. Dieser Ball ist an mir vorbeigerollt. 

Für Notizen: Zettel und Stift oder Tablet und Smartphone?
Zettel und Stift, „Malen nach Zahlen“ ist genau mein Ding. Kollegen schmunzeln da schon gelegentlich. 

Kaffee oder Tee? 
Kaffee, mit viel gutem Willen für mehr Tee.

Der CFO: Stratege oder Spezialist?
Dinge bewegen sich sehr schnell. Ich denke, es geht nur als Hybrid. Man kann sicherlich nicht in jedem Bereich Experte sein, aber die Fähigkeit, sich in Kürze eine gewisse Tiefe in verschiedenen Bereichen zu erarbeiten, ist hilfreich.

Controlling: Bottom-up oder Top-down? 
Kommt ganz auf das Setting an. In etablierten Strukturen macht Bottom-up sehr viel Sinn. In jungen, sich noch schnell verändernden Unternehmen ist Top-down sicherlich vorteilhafter.

Mails checken im Urlaub: ja oder nein?
Ja, das Leben macht keinen Urlaub. Es ist einfach entspannter für alle, schnell reagieren zu können, wenn es sein muss.

Zur Person: Idagio-CFO Sebastian Kopp

Sebastian Kopp startete seine Karriere 2003 bei Bilfinger, nach Stationen bei verschiedenen Technologie-Start-ups managt er seit April 2018 die Finanzen des Klassik-Streamingdienstes Idagio. Mehr über den Finanzchef finden Sie in unserer CFO-Datenbank FINANCE-Köpfe im Profil von Sebastian Kopp