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Exklusiv: PE-Investor Bridgepoint sammelt 4 Milliarden Euro ein

Der PE-Investor Bridgepoint steht kurz vor dem Abschluss des Fundraisings zu seinem neuen Fonds: Aus dem Bridgepoint Europe IV realisierte das Private Equity-Haus im April einen Exit beim Chemiekonzern Cabb.
Cabb

Es sind gute Zeiten für das Fundraising. Das auf Wachstumsinvestitionen spezialisierte englische PrivateEquity-Haus Bridgepoint steht unmittelbar vor dem Abschluss. Wie FINANCE aus Marktkreisen erfuhr, steht das Fundraising für den fünften Buyout-Fund des paneuropäischen PE-Investors unmittelbar vor dem Abschluss.

Das Investoreninteresse war offenbar groß, der Fonds dürfte in Kürze nach einem ersten Closing im Juli im September bei seiner avisierten Höchstgrenze von 4 Milliarden Euro schließen. Der bestehende Fonds Bridgepoint Europe IV stammt aus dem Jahr 2008 und hatte ein Volumen von 4,8 Milliarden Euro. Allerdings soll die Investitionsperiode des neuen Fonds drei bis vier Jahren kürzer sein als bisher. Per annum sollen daher wie bisher 750 Millionen Euro bis zu 1 Milliarde Euro investiert werden. Bridgepoint investiert in Unternehmen mit einer Bewertung von bis zu 1 Milliarde Euro. Bridgepoint war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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PE-Investor Bridgepoint will schneller investieren

In Deutschland ist Bridgepoint seit 2007 am Brillenhersteller Rodenstock beteiligt, der nach einer Krise wieder in die Gewinnzone zurückgefunden hat. 2013 erwarb Bridgepoint für 585 Millionen Euro die Mehrheit an dem Kältetechnikspezialisten AHT Cooling aus Österreich.

Ende April hatte Bridgepoint den Sulzbacher Chemiehersteller Cabb Group nach drei Jahren in einem Quartiary Buyout für rund 800 Millionen Euro an Permira weitergegeben. Beim 2011 erworbenen Schweizer Sportrechteanbieter Infront hat das Private Equity-Haus gerade einen Verkaufsprozess angestoßen.

Wie hoch die Rendite des Bridgepoint-Fonds IV ausfallen wird, ist noch unklar. Branchenweit haben sich die Renditeerwartungen in Folge der Niedrigzinslandschaft und der zunehmenden Reife der Industrie verringert. Wer ein Money Multiple des zweifachen eingesetzten Eigenkapitals erwirtschaftet, zählt für LPs zu den besseren Fonds. Die jährliche Verzinsung (IRR) ist branchenweit auf 15 bis 20 Prozent gesunken.

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de

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