Die Finanzierung von Private-Equity-Deals (Leveraged Buy-outs, LBOs) ist bei deutschen Banken immer weniger hip. Erst kam die Nachricht aus München, dass die BayernLB keine neuen Leveraged Buy-outs finanzieren will. Die Landesbank begleitet nach FINANCE-Informationen nur noch ihr bestehendes Portfolio und geht kein Neugeschäft mehr ein. Dann veräußerte die niederländische NIBC ihr deutsches LBO-Portfolio an die Oldenburgische Landesbank.
Auch die IKB kontaktieren Finanzierungsberater bei Private-Equity-Finanzierungen nicht mehr. „Die Bank bietet das Produkt nicht mehr an“, erzählen sich Finanzierungsberater hinter vorgehaltener Hand. In der Tat betreibt die IKB das Geschäft schon seit 2020 nicht mehr. Und jüngst verlautbarte auch aus dem hohen Norden, dass sich die Hamburg Commercial Bank (Ex-HSH) bei Leveraged Buy-outs „fokussiert“.
Die Sache ist klar: Ein Institut nach dem anderen zieht sich derzeit aus dem LBO-Markt zurück – oder fokussiert sich deutlich stärker. Geraten nun aktuelle Akquisitionsfinanzierungen in Gefahr – oder schlägt jetzt die Sternstunde der Private-Debt-Fonds? FINANCE hat sich umgehört.
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