CVC Capital Partners rüstet sich mit einem Rekordfonds für neue M&A-Deals.

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01.06.17
Deals

CVC schließt Rekordfonds bei 16 Milliarden Euro

Das Private-Equity-Haus CVC hat einen 16 Milliarden Euro schweren Fonds aufgelegt. Ein Teil des Geldes wird auch in den deutschen M&A-Markt fließen.

Der Private-Equity-Investor CVC Capital Partners hat seinen neuesten Fonds CVC Capital Partners VII geschlossen. Der Fonds konnte insgesamt 16 Milliarden Euro einsammeln, wovon 15,5 Milliarden Euro von institutionellen Investoren und 500 Millionen Euro von CVC-Partnern und -Mitarbeitern kommen. Das Geld will CVC in Unternehmen aus Europa und Nordamerika investieren.

Es ist der größte CVC-Fonds aller Zeiten. Der jüngste und bisher größte Fonds des Finanzinvestors stammt aus dem Jahr 2013 und umfasst  rund 11 Milliarden Euro. Gemeinsam mit anderen aktiven Fonds  verwaltet der Investor mit Sitz in Luxemburg momentan 34 Milliarden Euro.

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CVC ist an Douglas, Ista, Tipico und Breitling beteiligt

Das erfolgreiche Fundraising hat auch hohe Relevanz für den deutschen M&A- und Private-Equity-Markt, ist Deutschland doch traditionell einer der Kernmärkte von CVC. Welcher Anteil früherer Fonds  nach Deutschland ging, wollte CVC auf Anfrage nicht preisgeben.

Die Liste der deutschen Investments ist allerdings namhaft: Derzeit ist CVC Mehrheitseigentümer bei der Parfümeriekette Douglas, beim Energiedienstleister Ista sowie bei dem Sportwettenanbieter Tipico.

Ende April übernahm CVC – noch mit Geldern aus dem älteren Fonds – außerdem den Schweizer Luxusuhrenhersteller Breitling, das Investment wurde von einem deutschen Team betreut. Das deutsche Büro in Frankfurt wird von Ex-Goldman-Sachs-Partner Alexander Dibelius geleitet. Dort arbeiten über 15 Investmentmanager, die für die Aktivitäten von CVC im deutschsprachigen Raum zuständig sind.

Seit 1987 hat CVC in Deutschland in insgesamt 18 Unternehmen investiert, darunter in den Spezialchemiekonzern Evonik, den Klebstoffhersteller Uhu, den Wurstpellenhersteller Kalle und den Dämmstoffspezialisten Armacell.  

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

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