KKR hat mit seinem neuen Tech-Fonds 711 Millionen US-Dollar eingesammelt.

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08.12.16
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KKR treibt 711 Millionen Dollar für Tech-Fonds ein

Der Finanzinvestor KKR hat erstmals einen eigenen Tech-Fonds aufgelegt. Eine zentrale Rolle spielt der deutsche Markt.

Der Finanzinvestor KKR konzentriert sich immer stärker auf stark wachsende Technologieunternehmen. Dafür haben die US-Amerikaner über ihren neuen Fonds Next Generation Technology 711 Millionen US-Dollar eingetrieben – umgerechnet rund 660 Millionen Euro. Es ist der erste eigene Tech-Fonds des Finanzinvestors.

Mit dem Geld will KKR vor allem in Wachstumsunternehmen aus dem Bereich Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) investieren. Die eine Hälfte des Geldes soll in Unternehmen aus Nordamerika, die andere in Firmen aus Europa und Israel fließen.

Deutschland spielt bei den Plänen eine wichtige Rolle: „Der europäische Markt, und insbesondere Deutschland, ist für uns ein sehr interessantes Investitionsziel“, sagt Philipp Freise, Leiter der TMT-Plattform in Europa. Neben Freise ist ein weiterer Deutscher im Tech-Segment von KKR eine Schlüsselfigur: Lucian Schönefelder, Direktor des Investmentteams für Technologie und digitale Medien in Europa.

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Deutsches Tech-Unternehmen Get Your Guide ist ein Investment

In vier Unternehmen hat KKR bereits Gelder aus dem Fonds investiert. Eines davon ist das deutsche Freizeitportal Get Your Guide. Über dieses können Kunden teilautomatisiert ihre Urlaube und Städtetrips planen. Die 50 Millionen Dollar schwere Wachstumsinvestition bei Get Your Guide hat KKR angeführt.

FINANCE-Informationen zufolge soll diese Größenordnung das typische Investment sein. Beteiligungen in Höhe von bis zu 100 Millionen Dollar seien möglich, schreibt KKR in der offiziellen Mitteilung. Schwerpunkte sollen auf den Bereichen Business-to-Business-Software/Software-as-a-Service, IT-Automatisierung, Cybersicherheit und dem Internet of Things liegen.

Neben KKR geht auch Goldman in die Tech-Branche

Mit seinem neuen Fonds springt KKR auf einen Trend auf: Finanzinvestoren zieht es immer stärker in die Tech-Branche. Die Deal-Volumina sind zwar deutlich kleiner als bei klassischen Private-Equity-Deals, versprechen aber hohe Renditen. Finanzinvestor KKR etwa hatte sich vor rund zwei Jahren in den Frankfurter IT-Automatisierungs-Dienstleister Arago für kolportierte 50 bis 60 Millionen Euro eingekauft. Neben KKR setzt auch der Beteiligungsarm von Goldman Sachs auf die schnell wachsende Branche.

Dass sich der Fokus auf die Tech-Branche lohnen kann, zeigt ein Beispiel aus dem Ausland. 2012 kaufte KKR für 150 Millionen Dollar die Hälfte  an der französischen Bilddatenbank Fotolia. Nur zweieinhalb Jahre später verkaufte der Finanzinvestor diese für 800 Millionen Dollar an den Softwareriesen Adobe.

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