09.07.14
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Neuer PE-Investor BCP in Frankfurt gegründet

Fünf Gründer aus der Private-Equity- und M&A-Branche haben sich zum PE-Investor Beyond Capital Partners zusammengeschlossen. Die Gründer um den früheren Adcuram-Prokuristen Karsten Eibes und den Trigon-Mitbegründer Christoph Kauter haben ein illustres Team um sich geschart.

Der Aufschwung am M&A-Markt lockt immer neue Player ins Private-Equity-Geschäft. Nun will auch die in Frankfurt neu gegründete Private-Equity-Boutique Beyond Capital Partners (BCP) von der Hochstimmung profitieren. Noch bis Ende dieses Jahres soll ein erstes Portfoliounternehmen gekauft werden, sagte Mitgründer Christoph Kauter gegenüber FINANCE. Auch die Pipeline ist dem Investor zufolge gut gefüllt, für ein halbes Dutzend Unternehmen überwiegend in Nachfolgesituationen laufe zurzeit eine Due Diligence.

Hinter der Beteiligungsgesellschaft stehen insgesamt fünf Gründungspartner, die alle seit vielen Jahren im M&A-Geschäft unterwegs sind: Karsten Eibes war zuletzt als Prokurist für M&A und Unternehmensentwicklung bei der Industrieholding Adcuram für die Beteiligungen in Deutschland verantwortlich. Zuvor war er Leiter des Bereichs Unternehmensentwicklung/M&A bei der Berner Gruppe, einem Familienunternehmen aus Baden-Württemberg. Dort arbeitete über mehrere Jahre hinweg auch Mitgründer Dominique Manu, der bei Berner zuletzt die Konzernstrategie und das Geschäft mit M&A-Deals verantwortete.

PE-Investor mit bekanntem Beraterstab

BCP-Mitbegründer Christoph Kauter ist in der Private-Equity-Szene bekannt als Co-Founder und Managing Partner von Trigon Equity Partners, einem Investor mit dem Fokus auf Unternehmen in Sondersituationen. Abgerundet wird der Gründerkreis von Volker Oschkinat, der seit 2004 als freier Unternehmensberater mit Schwerpunkt M&A arbeitete und auch als Interims- und Restrukturierungsvorstand eingesetzt war, sowie von Alexander Wiegelmann, der als Vice President bei Fox Corporate Finance in München Finanzierungsprojekte mit börsennotierten und privaten Unternehmen verantwortete. Er wird auch bei BCP für Finanzierungsaufgaben verantwortlich sein.

Als Associated Partner an Bord sind Jürgen Kusserow als Operations-Experte für die Bereiche Produktion und Logistik, der Jurist Heinz-Jürgen Petri sowie Werner Pintken, der für den Bereich Research zuständig ist. Auch die Senior Advisor sind für Branchenkenner keine Unbekannten, unter ihnen finden sich unter anderem die M&A-Berater Jörg Tybussek (Leonardo & Co.) und Mathias Weidner (IMAP M&A Consultants) sowie der Anwalt Florian Harder (Linklaters).

BCP setzt auf Nachfolgesituationen

Mit diesem illustren Team hofft BCP wie eine Reihe seiner Wettbewerber auf Geschäftschancen durch eine anstehende Nachfolgewelle im Mittelstand. Dort sucht BCP nach Betrieben mit „Wertsteigerungspotential“. Der Investor will im Rahmen von Gesellschafterwechsel- und Nachfolgesituationen oder im Rahmen von Expansionsfinanzierungen mehrheitlich in Unternehmen einsteigen.

Der Fokus für künftige Beteiligungen liegt auf mittelständischen Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit einem Schwerpunkt auf den Branchen Maschinenbau, Zulieferer, Konsumgüter sowie Service und IT. Der Jahresumsatz der potentiellen Targets soll zwischen 10 und 100 Millionen Euro liegen. Dabei will sich der PE-Investor nach dem Einstieg auch operativ in seine Portfoliounternehmen einbringen: „Aktive Managementunterstützung und kontinuierliche Buy-and-Build-Maßnahmen sind wesentliche Elemente der Portfolio-Strategie“, heißt es. BCP investiert pro Transaktion nach eigenen Aussagen bis zu 10 Millionen Euro Eigenkapital.

Es wird eng am deutschen Private-Equity-Markt. Mehr zur aktuellen Lage bei den PE-Investoren finden Sie auf unserer Themenseite Private Equity.