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Hannover Finanz: Erster Distressed-Deal der neuen Sparte

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Hannover Finanz Opportunities hat den ersten Deal unter Dach und Fach gebracht. Foto: Ivan-stock.adobe.com
Hannover Finanz Opportunities hat den ersten Deal unter Dach und Fach gebracht. Foto: Ivan-stock.adobe.com

Hannover Finanz Opportunities (HFO) hat den angeschlagenen Automobilzulieferer Freeglass von Saint-Gobain Sekurit im Rahmen eines Carve-outs erworben. Damit hat die 2023 neu gegründete Sparte der Hannover Finanz für Unternehmen in Sondersituationen ihren ersten Deal eingetütet.

Freeglass wurde 2001 von dem Automobilverglaser Saint-Gobain Sekurit als Teil eines Joint Venture mitgegründet. Die 120 Beschäftigten produzieren in Baden-Württemberg Kunststoffbauteile für die Automobilindustrie. Der Umsatz lag laut Hannover Finanz zuletzt „im zweistelligen Millionenbereich“. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Metis stand HFO als Rechtsberater zur Seite, Kuhn und Partner als Steuerberater.

Nach dem Carve-out will das Private-Equity-Haus vor allem im Sensorbereich in die Entwicklung und das Wachstum investieren. „Dabei werden wir das Management Team vor Ort aktiv unterstützen und in das Unternehmen und die Mitarbeiter investieren“, erklärt HFO-Geschäftsführer Gerd Sievers.

Nächster HFO-Deal steht kurz bevor

Zeitgleich stellt HFO weitere Deals für die Distressed M&A-Einheit in Aussicht. „Die Deal-Pipeline ist voll“, so der Geschäftsführer. „Mit der starken Kapitalausstattung des Fonds können wir noch eine Reihe guter Transaktionen tätigen.“

Weitere Transaktionen werden laut HFO vorbereitet. Gegenüber FINANCE erklärte das Unternehmen, dass es bereits innerhalb der nächsten beiden Wochen mit einem weiteren Abschluss rechnet.

Erika von Bassewitz ist Redakteurin bei FINANCE. Sie hat Philosophie und Französisch an der Humboldt-Universität in Berlin sowie an der Université de Genève studiert und mit einem Magister Artium abgeschlossen. Vor FINANCE war sie mehr als acht Jahre Redakteurin in der Multimediaredaktion des Medienhauses der EKHN. Davor war sie unter anderem Redakteurin beim HR-Magazin von monster, freie Autorin bei Deutsche Welle TV und freie Mitarbeiterin bei der Westdeutschen Zeitung.