Dr. David Frink

Bernard Krone Gruppe

Name:
Dr. David Frink
Unternehmen:
Bernard Krone Gruppe
Ressort:
Rechnungswesen, Controlling, Steuern, Treasury, M&A, IT/Organisation,Recht und Personal
Position:
CFO ab April 2018
Ausbildung:
Lehre zum Bankkaufmann (Deutsche Bank), sowie Studium der Betriebswirtschaftslehre (Diplom-Kaufmann) an der RWTH Aachen und Promotion am Forschungsinstitut für Rationalisierung. 
Geburtstag:
12.12.1972
Familie:
Verheiratet, drei Töchter
Ehrenamt:
Frink sitzt im Aufsichtsrat des Fußballclubs Arminia Bielefeld.
Hobbies:
Keine Angaben

Karriere

Nach der Promotion geht Frink 2004 zum Unterwäschehersteller Schiesser. Dort soll er das Inhouse-Consulting leiten. Schnell kommen die Bereiche IT und Prozesse dazu. 2007 wird er für die Ressorts Supply Chain, Logistik, Eigenfertigung und IT in den Vorstand berufen. Von 2008 bis 2009 leitet er außerdem die Geschäfte der Schiesser Group und ist zugleich Direktor von Schiesser International. Im Mai 2009 wird Frink Vorstandsmitglied bei Gerry Weber und verantwortet die Bereiche IT, Logistik, Produktion und Finanzen.

Im November 2017 scheidet der langjährige CFO ohne Angabe von Gründen überraschend aus dem Unternehmen aus. Im April 2018 übernimmt er die CFO-Position bei der Krone-Gruppe, einem Familienunternehmen, das hauptsächlich im Bereich Landtechnik tätig ist.

Karriere-Highlights:

1)    Verdopplung der Retailläden von Gerry Weber durch die Wissmach-Übernahme und -Integration auf über 400 Läden im Jahr 2012. Übernahme der Handelskette Don Gil und des Retailers Castro Deutschland GmbH & Co. KG im Jahr 2011.

2)    Frink strukturierte die Konzern-Eigenproduktion in Rumänien neu und optimiert die Logistik durch den Neubau eines zentralen Auslieferungslagers am Unternehmenssitz in Halle/Westfalen.

3) Übernahme des Modehändlers Hallhuber im Dezember 2014

Deals

M&A-Akquisition
Datum:
06/2014
Dealvolumen der M&A-Akquisition:
0 - 24 Millionen Euro
Kaufendes
Unternehmen :
Gerry Weber International AG
Zielunternehmen:
17 norwegische Houses of Gerry Weber
Land:
Deutschland
Land:
Deutschland
Umsatz des Unternehmens:
250 – 999 Millionen EUR
Umsatz des Unternehmens:
keine Angaben
Beraten von:
k.A.
Verkäufer:
norwegische Betreibergesellschaft

MEHR zur Person

David Frink, Gerry Weber: Der Durchstarter

Welcher MDax-CFO kann schon von sich behaupten, dass er Finanzen quasi im Nebenjob macht? Gerry Weber-CFO David Frink kann das. Dafür hat er eine ganze Liste anderer Themen auf dem Schreibtisch. „Unser Vorstand ist sehr operativ“, sagt Frink – erstaunlich operativ für deutsche Verhältnisse.

Nach dem BWL-Studium an der heimischen RWTH in Aachen beginnt David Frink eine Promotion am Forschungsinstitut für Rationalisierung. Das bedeutet Doppelschichten, berichtet Frink von schmerzhaft langen Arbeitstagen: Tagsüber Kunden beraten, abends Dissertation schreiben.

Die Kunden sind vor allem mittelständische Maschinenbauer – mit einer Ausnahme: Frink betreut auch den Textilkunden Schiesser. Der wirbt den frisch gebackenen Doktor schnell ab und holt ihn als Leiter Inhouse-Consulting an den Bodensee. Dort macht Frink schnell Karriere und steigt in den Vorstand auf.

Gerhard Weber wird auf ihn aufmerksam, nach der Schiesser-Insolvenz holt der Modeunternehmer Frink ins ostwestfälische Halle und gibt die Zuständigkeiten für Produktion, Logistik und IT. Schnell kommen auch noch die Finanzen dazu, obwohl Frink kein Wirtschaftsprüfer oder Finanzexperte ist.

„Man wächst da rein“, sagt der 1972 geborene Frink. Man glaubt es ihm, auch dass das Learning on the job typisch für die anpackende ostwestfälische Mentalität bei Gerry Weber ist. Dass die „Bilanzstrukturen bei Gerry Weber gesetzt sind“ und sich das gesamte Geschäft inklusive aller Investitionen aus dem Free Cash Flow finanzieren lässt, erleichtert die Situation. So kann sich Frink, der zu seinem CFO-Posten wie die Jungfrau zum Kinde gekommen ist, anderen wichtigen Projekten widmen. Dazu zählen die Vereinheitlichung der IT-Landschaft, die Integration erworbener Ladenflächen und die Optimierung der Produktion.

Frink tritt offen, klar und unprätentiös auf: Wo andere mit Chauffeur anreisen, steuert Frink selbst den Dienstwagen. Klar und ohne Umschweife stellt er Themen dar, verliert dabei den Gesprächspartner nicht aus dem Blick. Mit seiner frischen und offenen Art nimmt der frühere Handballer Menschen für sich ein – gleichgültig, ob es sich um Mitarbeiter oder Analysten handelt. Das Urteil fällt einhellig aus: Sein zukünftiger Weg könnte Frink noch deutlich weiter führen. Zutrauen dürfte sich Frink dies allemal. Nur seine Frau und seine drei Töchter müssten dann wohl noch häufiger auf ihn verzichten.

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de