Bafin greift bei Teamviewer, Helaba und Dermapharm durch 

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Die Bafin erlässt eine Reihe an Maßnahmen. Foto: nmann77 - stock.adobe.com
Die Bafin erlässt eine Reihe an Maßnahmen. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zeigt sich zuletzt besonders aktiv: In Folge hat die Behörde gleich drei Unternehmen ins Visier genommen. Betroffen sind der Softwareanbieter Teamviewer, die Landesbank Helaba sowie das Pharmaunternehmen Dermapharm. 

Vor rund zwei Jahren wurde Teamviewer Opfer einer Cyberattacke. Nun wirft die Bafin dem Softwareunternehmen einen Verstoß gegen die Marktmissbrauchsverordnung und verhängt eine Geldstrafe in Höhe von 240.000 Euro. Die Anschuldigung: mangelnde Transparenz. Teamviewer hätte den Cyberangriff „unverzüglich“ in einer Ad-hoc-Mitteilung als Insiderinformation veröffentlichen müssen.  

„Im Sinne größtmöglicher Transparenz wurden alle relevanten Informationen unverzüglich über das Teamviewer Trust Center veröffentlicht, was dem im Technologiesektor üblichen Vorgehen für sicherheitsrelevante Meldungen entspricht“, kommentiert ein Unternehmenssprecher auf FINANCE-Anfrage. Dem Softwareunternehmen zufolge sei die Öffentlichkeit „in geeigneter Weise laufend über den Vorfall informiert“ worden. Die IT-Sicherheit der Kunden sei zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen. 

Helaba muss Geldwäsche-Kontrolle verschärfen 

Auch bei der Helaba hat die Bafin Mängel festgestellt: Der Behörde zufolge weist die Hessische Landesbank Defizite in der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf. Konkret habe das Institut die Sorgfaltspflichten bei Kundendaten nicht erfüllt und damit das Geldwäsche- sowie das Kreditwesengesetz verletzt. Die Bafin hat die umgehende Mängelbeseitigung angefordert. 

Die Helaba gibt sich einsichtig: Man sei sich der hohen Bedeutung der Geldwäsche- und Betrugsprävention bewusst. „Wir stehen im engen Austausch mit der Bafin, um die Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen“, teilt die Geschäftsbank FINANCE mit. 

Bafin ordnet Bilanzprüfung bei Dermapharm an 

Das Grünwalder Pharmaunternehmen Dermapharm steht ebenfalls im Fokus der Aufsichtsbehörde: Die Bafin ordnet eine Bilanzkontrolle für das vergangene Geschäftsjahr an, da Dermapharm gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen haben soll. Konkret soll das Unternehmen eine Forderung inklusive Zinsansprüche in Höhe von 63,2 Millionen Euro „möglicherweise fehlerhaft“ abgebildet haben. Zudem lägen Anhaltspunkte dafür vor, dass Geschäftsvorfälle mit einem nahestehenden Unternehmen unzureichend erläutert wurden.  

Dermapharm hingegen ist von der Ordnungsmäßigkeit seiner Rechnungslegung überzeugt und werde die Bafin bei ihrer Prüfung „transparent, kooperativ und umfassend untersützen“, wie das Pharmaunternehmen FINANCE auf Anfrage mitteilt. Zu konkreten Prüfungsinhalten wollte sich Dermapharm nicht äußern.