Wenn in den kommenden Wochen und Monaten die Geschäftsberichte für 2019 veröffentlicht werden, dürfte sich so mancher Investor oder Analyst beim Blick in die Bilanz verwundert die Augen reiben: Bei vielen Unternehmen wird die Finanzverschuldung deutlich höher sein als im Vorjahr, um Millionen- und teils sogar Milliardensummen. Der Grund ist die neue Leasingbilanzierung nach IFRS 16, die Unternehmen seit dem Geschäftsjahr 2019 anwenden müssen. Wegen ihr finden sich fast alle Operate-Leasing-Verhältnisse, die bisher nur im Anhang ausgewiesen wurden, direkt in der Bilanz.
Als Handelskonzern gehört Metro zu den Unternehmen, die mit am stärksten von der neuen Regelung betroffen sind. In der Eröffnungsbilanz für 2019/20 werden sich nach IFRS 16 daher allein aus Leasingverträgen rund 2,6 Milliarden Euro zusätzliche Schulden finden, berichtet Andrea Byner-Bendig, die die Umstellung als Projektleiterin für IFRS 16 vorgenommen hat. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018/19 wies Metro vor IFRS 16 rund 3,4 Milliarden Euro an kurz- und langfristigen Finanzschulden in der Bilanz aus.
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