Das Healthineers-Management kann bei dem IPO auf einen Einmalbonus hoffen. CFO Schmitz winken bestenfalls bis zu 1 Million Euro.

Siemens

07.03.18
Finanzabteilung

Healthineers-CFO winkt bis zu 1 Million Euro Bonus

Bei einem zügigen IPO winkt dem Management von Siemens Healthineers ein dicker Bonus. CFO Jochen Schmitz könnte im besten Fall knapp 1 Million Euro einstreichen.

Ein zügiger Börsengang der Siemens-Medizintechniksparte Healthineers kann sich für CFO Jochen Schmitz und seine Vorstandskollegen auszahlen: Wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht, winkt dem Managementteam ein einmaliger Bonus („one-time IPO equity incentive“), der zwischen 50 Prozent und 150 Prozent des Jahresfixums betragen wird.

In den Genuss der Einmalzahlungen kommen der Vorstand sowie ausgewählte Führungskräfte, sofern Healthineers bis Ende Juni 2018 den Sprung an die Börse geschafft hat. Wie hoch die Zahlung schlussendlich ausfällt, hängt neben dem Erfolg des IPOs auch von der Entwicklung der Aktien im Jahr nach dem IPO sowie von der Entwicklung des Unternehmens ab.

Die erste Voraussetzung dürfte das Management erfüllen: Siemens Healthineers peilt derzeit einen Börsengang am 16. März an, allerdings mit einem geringeren Emissionsvolumen als ursprünglich erwartet.

Healthineers gewährt IPO-Bonus in zwei Tranchen

Healthineers-CFO Jochen Schmitz könnte ein erfolgreicher Börsengang im besten Fall fast 1 Million Euro an Bonus einbringen. Sein jährliches Fixgehalt liegt laut Börsenprospekt bei 645.000 Euro. Bei einem IPO-Bonus von 150 Prozent dieser Summe erhielte Schmitz 967.500 Euro, bei einem Bonus von 50 Prozent des Jahresfixums wären es immerhin noch 322.500 Euro. CEO Bernd Montag kann im besten Fall mehr als 1,5 Millionen Euro Bonus für den Börsengang einstreichen.

Der IPO-Bonus wird in Aktien gezahlt, die nach einer dreijährigen Wartefrist („vesting period“) zugeteilt werden. Alternativ kann die Summe dann auch bar ausgezahlt werden. Der Bonus wird in zwei Tranchen gewährt: Die erste Hälfte gibt es nach Abschluss der Angebotsfrist, die zweite Hälfte ein Jahr danach.

CFO Jochen Schmitz erhält kurz- und langfristige Boni

Die Healthineers-Vorstände erhalten ein Gehalt, das sich aus drei Komponenten zusammensetzt. Die Basisvergütung macht rund 35 Prozent aus, hinzu kommen 25 Prozent Bonus sowie eine langfristige aktienbasierte Vergütung, die rund 40 Prozent ausmacht.

Der 51-jährige CFO Jochen Schmitz ist erst seit 1. Dezember 2017 Finanzchef von Siemens Healthineers. Er war zuvor Leiter Accounting, Reporting and Controlling des Siemens-Konzerns und folgte auf den in die Kritik geratenen Finanzchef Thomas Rathmann, der Healthineers wenige Monate vor dem Börsengang verließ.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de