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EBRD stützt Handel mit Osteuropa

iStock / Thinkstock / Getty Images

Das Trade Facilitation Programme (TFP) soll Geschäft mit Osteuropa erleichtern. Unbestätigte Akkreditive etwa sind für den Exporteur schnell wertlos, wenn die eröffnende Bank in Zahlungsschwierigkeiten kommt oder das Land des Importeurs ein Zahlungsmoratorium verhängt. In solchen Fällen wären Geschäfte nur gegen Vorauszahlung möglich – was oft bedeutet, dass sie nicht zustande kommen.

In diesen Situationen hilft das Programm der Osteuropabank EBRD, die in 29 Ländern in Osteuropa und Zentralasienaktiv ist und 1991 für den Übergang der Ostblockländer in die Marktwirtschaft gegründet wurde. Die EBRD kann im Rahmen des TFP beispielsweise ein Akkreditiv garantieren, was der Bank des Exporteurs zusätzliche Sicherheit gibt. Besonders Mittelständler sollen von dem Programm profitieren.

„Die meisten Transaktionen, die über das Trade Facilitation Programme (TFP) abgewickelt werden, haben ein Volumen von weniger als 1 Million Euro“, sagt Per Fischer, Head of Financial Institutions bei der Commerzbank, die kürzlich zum achten Mal als „Most Active Confirming Bank“ des Programms ausgezeichnet wurde. Die Arbeit der EBRD lobt er als sehr effizient: „In der Regel bemerkt der Exporteur nicht einmal, dass die EBRD involviert ist“, sagt er.

Mehr als 100 Banken in Osteuropa und Zentralasien nehmen am Programm teil, zudem mehr als 700 Confirming Banks weltweit. Dennoch ist es nicht verkehrt, wenn auch die Finanzverantwortlichen in Unternehmen das Programm kennen, sagt Fischer: „Wer auf Probleme bei der Akkreditivbestätigung stößt, sollte auf das TFP hinweisen.“

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